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Explo 17 ist gestartet
29. Dezember 2017

5500 Christen feiern Gott in Luzern

Die Explo 17 ist gestartet. In Luzern werden rund 5500 Teilnehmende erwartet. Foto: Explo/A. Unger
Die Explo 17 ist gestartet. In Luzern werden rund 5500 Teilnehmende erwartet. Foto: Explo/A. Unger

Luzern (idea) - Die achte Explo-Konferenz in der Messe Luzern startete mit einem multimedialen Gottesdienst. Dazu gehörten Video, Tanz, Predigt, Gesang und Band. "Gott möchte in diesen Tagen klärend in dein Leben hineinsprechen!", sagte Konferenzleiter Andreas "Boppi" Boppart  in seiner Eröffnungsbotschaft und forderte die Zuhörenden heraus: "Wo ist es Zeit für dich, umzukehren und im Glauben neu aufzubrechen?" Gemäss Veranstalter werden über die vier Konferenztage verteilt mehr als 5500 Personen aus der evangelisch-reformierten, der römisch-katholischen Kirche sowie aus verschiedenen Freikirchen die Explo 17 besuchen. man finde sich zusammen, "um gemeinsam Gott anzubeten und sich im Glauben neu inspirieren zu lassen".

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Neuland für die Gläubigen

Die Konferenz steht unter dem Motto "Neuland". Gläubige aus allen Kirchen sollen in ihrem Glauben ermutigt und die Einheit untereinander gefördert werden. So formulieren die Veranstalter von Campus für Christus das Ziel der diesjährigen Explo. Dei Eckpunkte des Programms sind Plenarveranstaltungen und musikalische Anbetungszeiten. Auftreten werden neben Andreas "Boppi" Boppart unter anderen Johannes Hartl (Leiter Gebetshaus Augsburg, DE), Danielle Strickland (Social Justice Secretary der Heilsarmee, US); Gaby Wentland (Menschenrechtsaktivistin & Mitglied Hauptvorstand Deutsche Evangelische Allianz), Andrew White (ehem. Vikar von Bagdad, IL); Pete Greig (internationaler Direktor 24-7-Gebet, GB) und Gottfried Locher (Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, CH). 

Lichterfeier an Silvester als Highlight

Am 31. Dezember um 17.30 Uhr wird am Reussbecken konfessionsübergreifendes Neuland betreten, wenn Bischof Felix Gmür (röm.-kath. Bistum Basel), Pfarrer Gottfried Locher (Präsident SEK) und Peter Schneeberger (designierter Präsident VFG) zusammen mit tausenden Menschen für die Einheit unter Christen und um den Segen für die Schweiz beten werden. Die Lichterfeier wird von Kirchenvertretern aus verschiedenen Luzerner Kirchen organisiert und von Explo 17 mitgetragen. Wenn sich mitten in der Innenstadt Mitglieder der Luzerner Pfarreien und Explo-Teilnehmende zum Gebet treffen werden, ist dies für Ruedi Beck, Pfarrer der Hofkirche Luzern ein sicheres Zeichen, dass "Zeiten, in denen sich Katholiken und Freikirchen mit Misstrauen begegneten, vorbei sind". 

Teilnehmer aus allen Kirchen und Generationen

Die Explo zieht Teilnehmende aus allen Regionen der Deutschschweiz an, etliche kommen aus angrenzenden Ländern. Vom Baby bis zur 90-jährigen sind alle Generationen vertreten. Junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren stellen mit einem Viertel der Teilnehmer eine besonders grosse Gruppe. Für die Kinder und Teens von 7 bis 15 Jahren wird in Sursee ein Adonia-Camp zum Einstudieren eines Musicals oder zum Sporttreiben angeboten. Explo Kids bietet auf dem Messegelände selber ein altersgerechtes Programm für 2- bis 7-Jährige an. Zusätzlich kommt an Explo 17 das neue Camp "Explo SHINE" für Jugendliche von 14 bis 19 dazu. Dieses Camp wird im nahegelegenen Sursee organisiert.

Rund ein Fünftel aller Teilnehmer zählen sich zur evangelisch-reformierten Landeskirche. Fünf Prozent sind Mitglieder der römisch-katholischen Landeskirche. Daneben nehmen Christen aus über 20 unterschiedlichen Freikirchen jeglicher Ausprägung teil. Möglich wird die Konferenz dank der Mithilfe von mehr als 900 freiwilligen Helfern, die in Bereichen wie Catering, Logistik und Gästebetreuung Zehntausende von Stunden ihrer Zeit einsetzen.

Sichtbare Hilfe über die Konferenz hinaus

Über das Bühnenprogramm hinaus präsentiert sich den Konferenzteilnehmenden mit einer grossen Ausstellung ein weiterer Schwerpunkt. Christliche Organisationen aus Bereichen wie Entwicklungszusammenarbeit, Medien und Politik und Anbieter theologischer Ausbildungen stellen sich an über 110 Ständen den Besuchern vor. Der Kongress unterstützt unter dem Begriff "Explo Impact" über 30 Projekte mit finanziellen Beiträgen. Darunter befinden sich Projekte wie Nahrung und Bildung für Schulkinder in Malawi, ein Tageszentrum für Flüchtlinge in Thessaloniki und Mission Freedom, welches Menschen aus der Zwangsprostitution in Deutschland hilft. Praktisch wird es bei der Sammelaktion direkt vor der Luzerner Messe: Der humanitäre Partner von Campus für Christus, GAiN (Global Aid Network), sammelt für Flüchtlinge in Irak Hygieneartikel und Hilfsgüter.

Livestream für Zuhausegebliebene

Wer nicht nach Luzern reist, kann trotzdem bei der Explo dabei sein. Insgesamt werden mehr als 19 Stunden via Livestream übertragen. Gemeinden und Kirchen können ein Explo-Plenum als Gottesdienst nutzen.

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