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Menschenrechte

SHMK reagiert auf IDEA-Artikel

13.09.2022

(IDEA/dg) - Anlass für den IDEA-Artikel (35.2022, S. 4) waren Informationen, die der IDEA-Redaktion von einer Drittperson unterbreitet wurden. Es ging um einen SHMK-Artikel unter dem Titel „Was ist los mit dem Marsch fürs Läbe?“ sowie eine den SHMK-Nachrichten beigelegte, vorgedruckte Karte als Bittschrift an die Leiterin des „Marsch fürs Läbe“. Die SHMK wollte erwirken, dass die vom OK des Marsches geplante Thematisierung eines Verfahrens zum Rückgängigmachen der Wirkung der Abtreibungspille aus dem Programm des diesjährigen Marsches vom 17. September gestrichen wird. Das Verfahren wird in der Schweiz ausschliesslich durch die SHMK in Zusammenarbeit mit Vertrauensärzten angeboten und gehöre nicht auf die politische Bühne des „Marsch fürs Läbe“. Dieser war für die Aufforderung der SHMK allerdings nicht offen und lehnte sie ab.

Die SHMK beanstandet nun diverse Aspekte des IDEA-Artikels. Insbesondere betont sie, dass die SHMK keine politische Organisation sei, sondern ein gemeinnütziges und Zewo zertifiziertes Hilfswerk, eine national tätige Stiftung unter der Stiftungsaufsicht des Bundes. „Als solche wollen wir nicht auf der politischen Bühne des ‚Marsch fürs Läbe‘ erscheinen“, erklärt Dominik Müggler, Stiftungsratspräsident der SHMK. So unterscheidet er zwischen dem unpolitischen, Hilfe bietenden Engagement für den Lebensschutz durch die SHMK und dem politischen Engagement für das Recht auf Leben durch den Verein Mamma. Er kritisiert damit den IDEA-Satz, dass „beide für das Lebensrecht engagiert“ seien.

Die SHMK erklärt zum 2021 auf dem Kundgebungsplatz präsenten und in IDEA erwähnten Stand „Rettet mein Baby! – Abtreibung rückgängig machen“, dass dieser keinerlei Beschriftung der SHMK getragen habe. „Er war für die Teilnehmer des Marsches nicht als SHMK-Stand ersichtlich.“ Weiter macht er einen Unterschied zur aktuellen Situation: Der Stand habe eine Hilfestellung angeboten, „nämlich den Frauen, die umkehren wollen, ein Gegenmittel anzubieten, wozu der Stand kompetent war“. Wenn nun der „Marsch fürs Läbe“ über das Gegenmittel spreche, dann spreche er über etwas, wozu er nicht kompetent sei, das er nicht bis ins Detail kenne, und das er keiner Frau in Not anbieten könne. „Der ‚Marsch fürs Läbe‘ kann dann nur auf die SHMK verweisen.“ Damit kommuniziere er ohne Rücksprache mit der SHMK über deren Arbeit, was nicht in Ordnung sei. Der Marsch sei politisch tätig und könne gewalttätige Gegenreaktionen heraufbeschwören und dadurch das hochsensible Notfall-Prozedere der SHMK stark beeinträchtigen. Auch sei es nicht möglich, von „international verbreiteter Hormonbehandlung“ zu sprechen, wie in IDEA geschrieben stand, weil es gar keine international verfügbare Behandlung gebe. Die SHMK habe die Behandlung in vielen Beratungen mit Schweizer Gynäkologen auf die schweizerischen Verhältnisse angepasst, weil auch die Abtreibungspille im Ausland oft nicht identisch sei.

Die SHMK widerspricht auch der im IDEA-Artikel aufgenommenen Aussage des OKs des Marsches, dass nicht alle Organisationen eine Zusammenarbeit mit dem Marsch wollten, während das OK „offen“ sei. „In Bezug auf die SHMK weiss der ‚Marsch fürs Läbe‘ seit Jahren ganz genau, dass die SHMK als Hilfswerk nicht in die Politik hineingezogen werden will“, erklärt Müggler. Und in Bezug auf den Verein Mamma fügt er an, der Marsch wisse ebenfalls, „dass der Verein Mamma bereits vor einigen Jahren seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert hat, dafür aber ein paar Bedingungen im Sinne von Verbesserungen gestellt hat, die das Marsch­komitee nicht erfüllen will.“ 
shmk.ch

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