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Seit 50 Jahren - Helikopter mit einer Mission

20.04.2021

Simon und Ernst Tanner: Freude über 50 Jahre Dienst mit der Helimission. Foto: IDEA/dg
Simon und Ernst Tanner: Freude über 50 Jahre Dienst mit der Helimission. Foto: IDEA/dg

Trogen (IDEA) - Alle, mit denen Ernst Tanner (93) über seine Idee sprach, Helikopter für den Missionsdienst einzusetzen, rieten ihm davon ab. „Unmöglich – zu teuer – zu gefährlich!“, hiess es damals. Doch Tanner begleitete die Idee, mit Helikoptern leichter in abgelegene Gebiete vordringen zu können, um dort das Evangelium zu verkündigen, weiterhin. Schon drei Jahre lang war er in Afrika zu Fuss unterwegs. Der Einsatz eines Helikopters wäre dafür eine grosse Hilfe. Doch wie sollte das möglich werden?

Geld aufs Haus aufgenommen

Wie er in einem Interview mit IDEA sagt, habe er sich an einen Vers aus dem Philipperbrief gehalten (4,19): „Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“ Bei einem Einsatz in Afrika war er mit einem Missionar aus Norwegen zu Fuss unterwegs. Als Ernst Tanner ihm sagte, dass er vielleicht mit einem Helikopter wiederkäme, begann der Norweger vor Rührung zu weinen und schilderte gleich mehrere Einsatzideen. Er habe nämlich vor Jahren davon geträumt, dass eines Tages ein Helikopter die Missionsarbeit unterstützten würde. Zurück in der Schweiz, nahm Tanner eine Hypothek auf aufs Haus. Das ergab die Anzahlung für einen alten Heli. Dann nahm er Flugstunden. Es war der Beginn der Helimission Trogen. „Alle schüttelten damals den Kopf“, erzählt Ernst Tanner. „Später aber erhielt ich eine Auszeichnung, weil ich als Erster die Sahara im Helikopter überquerte.“  

50 Jahre Helimission

In diesem Jahr feiert die Helimission mit Sitz im appenzellischen Trogen ihr 50-jähriges Bestehen. Ziel der Mission ist es, Menschen in schlecht zugänglichen Gebieten mit dem Evangelium zu erreichen. Hand in Hand geht der humanitäre Einsatz. Die Helimission betreibt aktuell Basen in Papua und Sulawesi (beides Indonesien) und in Madagaskar. Basen im Himalaya im Norden Indiens und im brasilianischen Amazonasgebiet sind geplant. Heute gehören acht Helikopter zur Helimission. Das Team von rund 60 Mitarbeitenden stammt aus verschiedenen Nationen.

Am Amazonas und am Himalaya

Seit 20 Jahren ist Simon Tanner (56) Geschäftsführer der Helimission. Er war früher Feinmechaniker, dann auch Helipilot. Das Hilfswerk ist ständig gewachsen. Nach der Pionierphase mussten Strukturen gelegt werden, um neue Projekte anzupacken. Simon Tanner: „Wir planen aktuell die Eröffnung je einer Basis im Amazonasgebiet sowie in Norden Indiens.“ Man arbeite eng zusammen mit lokalen Kirchen und internationalen oder lokalen Missionsorganisationen, sagt er im IDEA-Interview.

Lesen Sie das ausführliche Gespräch mit Simon und Ernst Tanner von der Helimission Trogen im Wochenmagazin IDEA 16-2021.

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