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Ostschweizer Messenger-Dienst mit kirchlichem Aufwind?

08.10.2021

Andreas Wiebe im Datencenter im appenzellischen Gais. Bild: IDEA/David Gysel
Andreas Wiebe im Datencenter im appenzellischen Gais. Bild: IDEA/David Gysel

Egnach (IDEA) - Die kürzliche mehrstündige Blockierung von Facebook scheint dem Messenger-Dienst Teleguard aus der Ostschweiz zu einem Höhenflug verholfen zu haben. Laut Stefan Borkert von CH Media stiegen die täglichen Teleguard-Installationen von 8000 vor auf 60'000 in den Tagen nach der Blockierung. Bei der Computerzeitschrift „Chip“ sei die Android-Version und die iOS-Version von Teleguard nach der Facebook-Panne auf dem ersten Platz der am meisten heruntergeladenen 330 Apps aus dem Bereich Soziale Netzwerke gelandet. Seitens der Evangelischen und Katholischen Kirchen in Deutschland wurde gemäss Borkert ebenfalls grosses Interesse an Teleguard angemeldet. „So könnten bald weitere bis zu 22,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzer hinzukommen“, so Borkert.

Teleguard gehört zur Suchmaschine Swisscows. Deren Gründer und CEO Andreas Wiebe erklärte kürzlich in IDEA, seine Mission sei es Menschen zu helfen, ihre Daten vor Missbrauch zu schützen, aber auch Jugendliche und Familien vor problematischem Internetkonsum zu bewahren. Porno-Seiten werden bei Swisscows aufgrund der christlichen Überzeugung von Andreas Wiebe nicht angezeigt. Wiebe betonte auch, dass mit Swisscows und Teleguard keine Daten über die Benutzer gesammelt würden.

Laut Stefan Borkert unterstellt Andreas Wiebe dem Facebook-Konzern rund um die kürzliche Blockierung von den sozialen Netzwerke dieses Konzerns eine „Desinformation“ der Nutzerinnen und Nutzer. „24 Stunden vor dem Abschalten aller Systeme habe schliesslich in den USA eine der grössten Vernehmungen von Facebook Managern begonnen. So konnten etwaige Enthüllungen nämlich nicht sofort über die Kanäle von Facebook, Whatsapp und Instagram verbreitet werden“, fasst Borkert Aussagen von Wiebe zusammen.

 

 

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