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Menschenrechte

Marsch für Hilfe bei Teenagerschwangerschaften

20.09.2021

Die Spitze des Lebensrechtsmarsches. Foto: Mirjam Fisch-Köhler
Die Spitze des Lebensrechtsmarsches. Foto: Mirjam Fisch-Köhler

Zürich (IDEA/dg) – Während in Bern gegen einen drohenden AHV-Rentenabbau und in Winterthur gegen Corona-Massnahmen demonstriert wurde, demonstrierten in Zürich-Oerlikon rund 1400 Personen für das Lebensrecht ungeborener Kinder. „Jung, schwanger, hilflos?‟, war das Thema des 11. Marsch fürs Läbe, mit auffallend vielen Jugendlichen.

Zeugnisse aus dem Leben

Die Lebensrechtsveranstaltung startete mit einer Platzkundgebung auf dem Marktplatz. In einem auf einem Grossbildschirm eingespielten Videoclip erzählte Joy, wie sie mit 15 Jahren schwanger wurde und um die Entscheidung rang, ob sie das Kind behalten solle. Mit Hilfe einer Organisation fand sie schliesslich zu einem Ja zu ihrem Baby. Sie fand Unterkunft und Begleitung in einem Mutter-Kind-Haus und konnte später eine Ausbildung absolvieren. Ihre Entscheidung für das hat die junge Mutter nie bereut: „Ich würde mich immer wieder für das Kind entscheiden. Auch wenn es nicht immer einfach ist, ein Kind gibt einem so viel!“

Häufig in Kontakt mit schwangeren Teenagermädchen ist Maria Grundberger. Auf der Bühne der Platzkundgebung schilderte die Hebamme und Beraterin mit Beispielen, wie sie in 20 Jahren Engagement das Thema „Jung, schwanger, hilflos?‟ erlebt. Ihr Appell angesichts der Tatsache, dass oft viel Druck gegen das Austragen einer Schwangerschaft ausgeübt werde und in der Schweiz zwei Drittel der Teenagerschwangerschaften mit einer Abtreibung enden: „Die Schweiz muss mehr unternehmen, um schwangere Teenager und junge Eltern zu unterstützen!“

Plädoyer von Nationalrat Benjamin Roduit

Nach dem – wegen polizeilicher Massnahmen aufgrund einer unbewilligten Gegendemonstration – stark verspäteten Bekenntnismarsch, kam der Walliser Nationalrat Benjamin Roduit (CVP/Die Mitte) und der Zürcher Pfarrer Patrick Werder zu Wort. Roduit erklärte zum Marsch: „Marschieren heisst leben. Wir marschieren für das schwächste, das verheissungsvollste menschliche Wesen: Für das Kind im Mutterleib!“ Werder wiederum berichtete über Gottes Hilfe in einer persönlichen familiären Notsituation und ermutigte dazu, an dieser Hilfe festzuhalten.

Auch dieses Jahr: gewaltsame Opposition

Nebst der Blockade durch Gegendemonstranten, die durch die Polizei aufgelöst wurde, mussten drei Organisationen aus der Trägerschaft des Marsch fürs Läbe im Vorfeld in Zürich, Bern und Winterthur Farbanschläge verzeichnen. Bürogebäude der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA), des Vereins Pro Life und der Stiftung Zukunft CH waren in der Nacht von Donnerstag auf Freitag beschmiert und beschädigt worden. Die Organisationen erstatteten Anzeige gegen Unbekannt. Marc Jost, Generalsekretär der SEA, kommentierte die Anschläge: „Es ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sich in der Schweiz frei äussern zu können, ohne von Hass und Vandalismus betroffen zu sein. Dieser kulturelle Wandel stimmt uns besorgt. Wir lassen uns von dieser kriminellen Minderheit jedoch nicht in unserem gesellschaftspolitischen Engagement einschränken. Wir erleben auch immer wieder, dass kontroverse und gleichzeitig respektvolle Debatten sehr wohl möglich sind.“

marschfuerslaebe.ch

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