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KVI: So stimmten die Christen

28.01.2021

Die orangen Plakate fielen auf, doch die KVI scheiterte letztlich am Ständemehr.
Die orangen Plakate fielen auf, doch die KVI scheiterte letztlich am Ständemehr.

(IDEA/dg) - Wie stimmten Christinnen und Christen in Sachen Konzernverantwortungsinitiative?

Die aktiven Reformierten waren dafür

68 Prozent der Reformierten, die mindestens einmal pro Monat einen Gottesdienst besuchen, haben für die Konzernverantwortungsinitiative KVI gestimmt. Das sagt die sogenannte Vox-Analyse, die das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern aufgrund von Nachbefragungen erstellt hat.

Viel Zustimmung von Menschen ohne Religionszugehörigkeit

Insgesamt stimmten laut der Analyse jedoch nur 45 Prozent der Kirchenmitglieder für die KVI. Bei denen, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, war die Zustimmung mit 60 Prozent deutlich höher.

Die Mitte mobilisierte zu wenig

Überhaupt abzustimmen, dafür konnte die politische Mitte deutlich schlechter mobilisieren, als es die politischen Pole links und rechts taten. Nur 39 Prozent derer, die sich zur politischen Mitte zählen, warfen einen Stimmzettel ein, links und rechts waren es über 50 Prozent. Die Ja-Stimmenden hielten das Thema für deutlich bedeutender als die Nein-Stimmenden. Den Nein-Stimmenden fiel die Meinungsbildung offensichtlich weniger leicht.

Besonderheit Ständemehr

Die KVI ist seit 1955 erst die zweite Volksinitiative, die trotz Volksmehr am Ständemehr gescheitert ist. Das Volksmehr habe sie erreicht, indem sie neben grossen Teilen der Linken auch die Hälfte der politischen Mitte, die Mehrheit der Frauen und die Mehrheit der unter 50-Jährigen überzeugt habe. Mehr als ein Viertel der CVP und knapp zwei Drittel der GLP genügten laut der Studie, dank massiver Unterstützung der Anhängerschaften der SP und der Grünen, für ein Volks-Ja.

Von FDP und SVP wuchtig verworfen

In den letztlich siegreichen Kantonen dominierten allerdings die Mitte-Rechts-Kräfte. Denn die SVP-Anhängerschaft und die FDP-Anhängerschaft haben die Initiative mit 85 resp. 81 Prozent Nein wuchtig verworfen.

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