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Gesellschaft

Kein Andrang vor Traualtar

28.04.2023

Symbolbild: pixabay
Symbolbild: pixabay

(IDEA/dg) - Die Nachfrage nach reformierten Trauungen gleichgeschlechtlicher Paare sei bisher bescheiden, bilanzierte das SRF-Regionaljournal Aargau–Solothurn am 23. April. Seit dem 1. Juli 2022 wurde in der Schweiz die Zivilehe auf gleich­geschlechtliche Paare ausgeweitet. Nun dürfen Kirchen solche Paare trauen statt nur segnen.

In der aargauischen, der viertgrössten reformierten Landeskirche der Schweiz hat sich vom 1. Juli bis Ende 2022 nur gerade ein einziges gleichgeschlechtliches Paar trauen lassen, entnimmt das Regionaljournal der kircheneigenen, öffentlichen Statistik. Laut dem Bundesamt für Statistik haben im gleichen Zeitraum im gleichen Kanton 48 gleichgeschlechtliche Paare zivil geheiratet, weitere 164 Paare liessen ihre eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umwandeln. Im gesamten Jahr 2022 liessen sich in der genannten Kantonalkirche 111 heterosexuelle Paare trauen.

Der Stand in anderen Kantonen

Nicht alle kantonalen evangelischen Landeskirchen haben Zahlen zur Verfügung. Manche würden laut SRF auch nicht erfassen, welcher Art die Trauungen seien, oder die Zahlen stünden noch aus.

Die einzige andere evangelische Landeskirche, von der SRF eine sichere Zahl zu gleichgeschlechtlichen Trauungen nennt, ist diejenige aus dem Thurgau: Da gab es noch gar keine solche Trauung. Thurgauer Kirchgemeinden sind gemäss einem Beschluss des Kirchenrats nicht gezwungen, solche Trauungen in ihren Gebäuden zuzulassen. In manchen Kantonalkirchen laufen die Vorbereitungen für entsprechende Trauungen erst noch. Zum Teil wird dafür die Kirchenver­fassung umgeschrieben. 

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