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Interview

„Ich möchte allen Menschen im Land dienen“

25.10.2022

Marc Jost. Foto: zvg
Marc Jost. Foto: zvg

Marc Jost wechselt von der Schweizerischen Evangelischen Allianz ins Bundeshaus. Wir blicken zurück und voraus.

IDEA: Marc Jost – zehn Jahre waren Sie als Generalsekretär der SEA tätig. Was hat bei Ihnen am meisten Spuren hinterlassen?

Ich bin nach dieser Zeit noch viel stärker begeistert von der Allianzarbeit sowohl in der Schweiz als auch weltweit. Was ich alles miterleben durfte, wie durch Zusammenarbeit von Christen viel mehr erreicht werden konnte, als wenn einzelne Akteure für sich etwas probieren, das ist neudeutsch einfach „mind blowing“. Gemeinsam kann man viel mehr bewegen.

Wo haben Sie am meisten Spuren hinterlassen?

Ich vermute sowohl in der internationalen Kooperation zwischen Allianzregionen als auch in der Weiterentwicklung der interkulturellen Zusammenarbeit in der Schweiz. Wir konnten etlichen anderen Ländern helfen und wichtige Schritte in der Zusammenarbeit mit christlichen Migranten machen.

Sie sind künftig als Nationalrat der EVP und zu 20 Prozent als Lobbyist bei der SEA tätig. Ihr persönlicher Mitarbeiter ist zudem Lobbyist bei Christian Public Affairs CPA. Wie wollen und können Sie diese Aufgaben auseinanderhalten?

Alle Gefässe, die Sie erwähnen, SEA, EVP und CPA, sind eine konsequente Weiterentwicklung der Stimme der evangelischen Christen in der Gesellschaft. Vor 175 Jahren wurde die SEA unter anderem von Henri Dunant gegründet, um die Einheit und Zusammenarbeit innerhalb der Christenheit zu fördern. Vor rund 100 Jahren wurde aus den Kreisen der SEA die EVP gegründet, um unter anderem den Zusammenhalt und den Frieden in der Gesellschaft zu stärken. Und vor gut drei Jahren wurde aus den Kreisen der SEA Christian Public Affairs gegründet, um den Gesetzgebungsprozess auf der Basis christlicher Werte konstruktiv mitzuprägen und der Gesellschaft zu dienen. Insbesondere in Bezug auf die Bewahrung der Schöpfung, den Schutz der Menschenwürde, der Menschenrechte, der Gerechtigkeit und den Schutz der Religions-, Glaubens- und Gewissensfreiheit. Sie verstehen, dass ich als Vertreter aller drei Player nicht allzu viel auseinanderhalten muss. Ich verstehe mich sowohl als Diener aller drei Gefässe und damit als Diener aller Menschen in der Schweiz.

Mit den verschiedenen Funktionen konzentriert sich künftig viel auf Ihre Person. Sie scheinen eine Schlüsselrolle einzunehmen. Führt für christliche Anliegen in der Politik künftig kein Weg mehr an Ihnen vorbei?

Im Gegenteil, durch die Verbindung der Institutionen will ich vor allem die Zusammenarbeit der christlichen Akteure fördern. Dabei geht es nicht um mich, sondern darum, gemeinsam besser „den Shalom des Landes“ fördern zu können.
(Interview: Daniel Rehfeld)
marcjost.ch

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