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Menschenrechte

Historiker: Christenverfolgung wird zu wenig beachtet

18.01.2021

Die weltweite Verfolgung von Christen findet in der deutschen Öffentlichkeit zu wenig Aufmerksamkeit. Symbolbild: ChinaAid
Die weltweite Verfolgung von Christen findet in der deutschen Öffentlichkeit zu wenig Aufmerksamkeit. Symbolbild: ChinaAid

 

Berlin/Düsseldorf (idea) – Die weltweite Verfolgung von Christen findet in der deutschen Öffentlichkeit zu wenig Aufmerksamkeit. Diese Ansicht vertrat der Historiker Julien Reitzenstein (Düsseldorf) in der „Welt am Sonntag“ (Ausgabe vom 17. Januar).„Nur wenn Christen während eines Gottesdienstes ermordet werden, wird Betroffenheit sichtbar“, schrieb der Geschichtswissenschaftler in einem Beitrag. Das sei etwa 2017 in Ägypten und Pakistan geschehen. Das Thema sei jedoch rasch wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden.Ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich religiöse Verfolgung gewertet werde, sei die Menschenrechtslage in Myanmar. Es gebe weltweit große Solidarität und Unterstützung für die muslimischen Minderheit der Rohingya, die vom Militär verfolgt werden. Zur Wahrheit gehöre allerdings auch, dass die Rohingya nicht nur auf Menschenrechte und Religionsfreiheit pochten, sondern einige ihrer Vertreter auch mit Waffengewalt einen muslimischen Staat errichten wollten.Kaum jemand interessiere sich dagegen dafür, dass in Myanmar Christen sowohl vom Militär als auch von Rohingya verfolgt werden. So würden Kirchen geschlossen und Pastoren verhaftet. Nach Berichten der US-Zeitung „Wall Street Journal“ seien 2018 innerhalb eines halben Jahres 130.000 Angehörige der Volksgruppe der Kachin vertrieben worden, die zu 90 Prozent Christen seien.

Christen kooperieren zu wenig gegen Christenverfolgung

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