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Menschenrechte

Evangelischer Pastor in Nigeria getötet

14.09.2021

Die Karte Nigerias. Foto: pixabay.com
Die Karte Nigerias. Foto: pixabay.com

Kaduna (IDEA) – Im nigerianischen Bundesstaat Kaduna ist ein evangelischer Pastor von Unbekannten umgebracht worden. Wie die Internetplattform Christian Post berichtet, handelt es sich um Pastor Silas Ali von der „Evangelical Church Winning All“ (ECWA) im Bezirk Zango Kataf.

Dem Bericht zufolge wollte er am 11. September in den über 40 Kilometer entfernten Ort Kafachan gehen. Ein Suchtrupp habe am nächsten Tag seine grausam zugerichtete Leiche in dem Dorf Kibori bei Asha-Awuce aufgefunden. Der Geistliche sei offenbar mit einer Machete getötet worden, bestätigte der Gouverneur des Bundesstaates Kaduna, Nasir El-Rufai, und sprach der Gemeinde und den Angehörigen sein Beileid aus.

Vorwurf: Behörden schützen Christen kaum

Nach Angaben der Christian Post sind in den vergangenen 200 Tagen im Bundesstaat Kaduna 3.462 Christen getötet und über 3.000 entführt worden. Täter seien meist radikalisierte Fulani-Hirten und islamische Extremisten. Nach Angaben der nigerianischen Menschenrechtsorganisation Intersociety greifen die Sicherheitsbehörden des Landes kaum ein, wenn sie von Christen zu Hilfe gerufen werden.

Nigeria steht auf dem Weltverfolgungsindex des christlichen Hilfswerks Open Doors auf Rang 9.

Die 1954 gegründete ECWA unterhält in Nigeria 6.000 Gemeinden mit insgesamt rund zehn Millionen Mitgliedern. Sie gilt als eine der größten Kirchen Nigerias.

Von den über 200 Millionen Einwohnern des Landes sind 48 Prozent Christen und 51 Prozent Muslime.

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