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„Ehe für alle“ - Anfeindungen nach allen Seiten

15.09.2021

Kampagnenseite des Jugendkomitees gegen "Ehe für alle". Foto: Screenshot
Kampagnenseite des Jugendkomitees gegen "Ehe für alle". Foto: Screenshot

(IDEA) – Timmy Frischknecht (25) ist Präsident der neu gegründeten Jungen EDU und er setzt sich in einem Komitee gegen die „Ehe für alle“ ein. Gegenüber der Luzerner Zeitung erzählte der Maschineningenieur ETH, welche Beleidigungen ihn derzeit über E-Mail und in den Sozialen Medien erreichen. „Schmalhirn“, „Bullshit“, „Taliban“. Mit solchen Begriffen werde er derzeit eingedeckt. Bei Standaktionen und dem Verteilen von Flyern werde er als religiöser Fanatiker abgestempelt.

Anders als Frischknecht wagen es viele junge Gegner der „Ehe für alle“ nicht, sich öffentlich hinter ihre Meinung zu stellen. 12 Komitee-Mitglieder wollen auf der Homepage nur anonym aufgeführt werden. Gemäss Erklärung „aus berechtigter Angst vor Diskriminierung und Diffamierung“.  Wer öffentlich eine kritische Haltung gegenüber Anliegen der LGBTQ-Lobby einnehme, der erfahre, dass Andersdenkenden nicht die gleiche Toleranz entgegengebracht werde, die man von ihnen einfordere.

Wie CH-Media schreibt, sei diese Angst nicht unberechtigt. So erhielt ein Komitee-Mitglied neulich eine Absage auf eine Bewerbung mit der Begründung, sein Gedankengut bezüglich homosexueller Personen sei verkehrt. Ein anderes, Student der Filmwissenschaften, bange im Falle eines Outings als Ehe-für-alle-Gegner um seine Karriere.

Aber auch Michel Rudin, Co-Präsident des Schwulenverbandes Pink Cross, spricht von aufgezwungener Anonymität. Viele Homosexuelle fürchteten bis heute im Falle eines Outings negative Reaktionen im familiären, beruflichen oder kirchlichen Umfeld. „Viele Pink-Cross-Mitglieder bleiben anonym, das gilt auch für zahlreiche Spender“, wird Rudin in der Luzerner Zeitung zitiert.

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