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Echt schön – der andere Blick

20.04.2021

Simea Schwab: Trotz Makel schön. Foto: zvg
Simea Schwab: Trotz Makel schön. Foto: zvg

(IDEA/mf) - „Im Zug ist mir eine wunderschöne Frau begegnet“, erzählt Simea Schwab. „Doch als sie ihr Handy abnahm, ergoss sich ein Schwall von Gehässigkeiten auf ihr Gegenüber.“ Und damit erschien sie sehr schnell nicht mehr so schön. Die Theologin und Autorin Simea Schwab ist ohne Arme geboren und nutzt daher ihre Füsse, um den Alltag zu bewältigen. „Liebe ist ein wichtiger Aspekt von Schönheit“, hält sie fest und zitiert die Definition von Schönheit nach Immanuel Kant, „sie ist ein ästhetisches Geschmacksurteil, das auf privatem, subjektivem Empfinden beruht“. Echte Schönheit hält zudem, was sie verspricht, ist nichts Vorgegaukeltes. Sie verweist auf Jeremia 10, wo Götzen beschrieben werden. „Viele Frauen huldigen dem Götzen Schönheit viel Zeit, Kraft und Geld“, hält sie fest. Doch Götzen seien tot. „In der Beziehung zum dreieinigen Schöpfergott können Schönheit und Ausstrahlung wachsen und echt werden“, betont sie und fragt: „Glaubst du, dass Gott dich schön findet und Freude an dir hat?“ Das sind Aussagen der Theologin Simea Schwab aus dem Referat, das sie eigentlich am Frauenimpulstag in Sursee vor 400 Teilnehmerinnen gehalten hätte. Wegen der erneuten Absage der Veranstaltung sind ihr Vortrag und die Kurzfassung der vier Workshops für Interessierte nun online zugänglich.

Neue Perspektive

Es gelte, den Slogan „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott“ zu verlernen und zur These zu gelangen „Hilf mir Gott, so werde ich mich selber.“ Echte Schönheit wachse aus Gottes Ja zu uns und seiner Schöpfung. Aus der Beziehung zu ihm gelinge es, sowohl den Nächsten anzunehmen als auch Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen, weil Gott beides liebt. Schwab erinnert an das Pressefoto des Mädchens, das nackt vor den Auswirkungen der Napalm-Bombe flieht, die während des Vietnam-Kriegs abgeworfen wurde. Heute ist der Körper dieser Frau von Narben entstellt. Und trotzdem empfindet Schwab sie als schön. „Sie hat den Soldaten vergeben, welche die Bombe abgeworfen haben“, sagt Theologin Schwab.

Echt macht schön

Kurze Einblicke in die vier Workshops erweitern das Thema. In „Echt busy“ macht sich Janine Gesch Gedanken über die Geschichte von Martha und Maria:  „Jesus gönnt der geschäftigen Martha eine Auszeit bei ihm.“ In „Echt hochsensibel“ stellt Debora Sommer drei Typen von Hochsensibilität vor. Claudia Aeberli führt in „Echt ich“ ein ins Enneagramm, einem Wegweiser zur persönlichen Entwicklung. Mit „Echt sexy“ lädt Susanna Aerne ein, das Potenzial der Sexualität in der Ehe neu zu entdecken. Sie nutzt dazu das Bild der dreifachen Schnur als Symbol für die starke Verbindung von Mann, Frau und Gott. 

 

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