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Die Neuapostolen und die Taufe

13.07.2021

Hauptsitz der Neuapostolischen Kirche in Zürich. Bild: Pascal Stefan Buehrig (Wikipedia CC4.0)
Hauptsitz der Neuapostolischen Kirche in Zürich. Bild: Pascal Stefan Buehrig (Wikipedia CC4.0)

Bern (IDEA/dg) - Die Neuapostolische Kirche in der Schweiz NAK und sechs Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK haben am 8. Juli in Bern eine gegenseitige Taufanerkennung unterschrieben. 2016 hatte die NAK das Gesuch gestellt, sich der sogenannten Riva-San-Vitale-Erklärung zur gegenseitigen Taufanerkennung von 2014 anzuschliessen.

Wer unterschrieben hat

Die anderen Unterzeichner sind: die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz, die römisch-katholische Bischofskonferenz, die anglikanische Kirche in der Schweiz, die Methodistische Kirche, die Christkatholische Kirche und der Bund Lutherischer Kirchen in der Schweiz und Liechtenstein. Die orthodoxen Kirchen, die Baptisten und die Heilsarmee, die ebenfalls AGCK-Mitglied sind, haben die Riva-San-Vitale-Erklärung und damit auch die Taufanerkennung mit der NAK nicht unterschrieben.

Was die NAK zur Taufe lehrt

Die NAK beschreibt in ihrem Online-Auftritt ihr Taufverständnis. Sie anerkennt die Taufen anderer Kirchen, sofern diese „de rite“ vollzogen wurden, das heisst im Namen des dreieinigen Gottes und mit Wasser. In der NAK muss das Taufwasser geweiht sein. Gespendet wird die Taufe durch einen priesterlichen Amtsträger. Die Täuflinge müssen ein persönliches Bekenntnis ablegen. Bei Kindertaufen müssen die Eltern ein Bekenntnis ablegen und geloben, das Kind entsprechend zu erziehen.

„Durch die Heilige Wassertaufe wird das Verhältnis des Menschen zu Gott grundlegend verändert“, schreibt die NAK zu ihrem Taufverständnis. „Indem die Erbsünde abgewaschen wird, wird der Täufling aus der Gottferne herausgeführt: Er gelangt in die Nähe Gottes. Er wird Christ.“ Durch die Heilige Wassertaufe habe der Täufling Anteil an dem Verdienst, den Jesus Christus mit seinem Opfertod für die Menschen erworben habe. Die Taufe sei für die Teilhabe am Heil unerlässlich. Die NAK kennt drei Sakramente: Heilige Wassertaufe, Heilige Versiegelung und Heiliges Abendmahl. 
agck.ch | nak.ch

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