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Christlicher Rapper: Evangelium wird oft „verwässert“

29.10.2021

Der christliche Rapper R.E.A.L. Foto: Niels Petersen
Der christliche Rapper R.E.A.L. Foto: Niels Petersen

Wetzlar (IDEA) – Das Evangelium wird unter Christen oft „verwässert“, damit es Nichtchristen „leichter runtergeht“. Davon ist der christliche Rapper „R.E.A.L“ („Echt“) mit dem bürgerlichen Namen Niels Petersen (Harrislee bei Flensburg) überzeugt. Er war Gast bei dem Liveformat #StammTischgespräche der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar) am 28. Oktober auf Instagram. Gemeinsam mit IDEA-Redakteur Thomas Richter sprach er über das Thema „Das Evangelium und Evangelisation“.

Petersen ist auch als Evangelist tätig und kommt deshalb mit vielen Christen aus unterschiedlichsten Gemeinden in Kontakt. Dabei sei ihm immer wieder aufgefallen, dass meist nur „eine Seite der Medaille“ des Evangeliums verkündigt werde. Häufig höre man nur: „Jesus liebt dich und er hat einen wundervollen Plan mit deinem Leben.“ Das sei in Petersens Augen zwar ein „wunderbarer und wichtiger“ Teil des Evangeliums, aber es sei nicht die ganze Frohe Botschaft.

Man müsse den Menschen erklären, warum Jesus überhaupt am Kreuz sterben musste: „Er musste sterben, weil wir verloren waren in unserer Sündenschuld vor Gott.“ Der Mensch müsse erkennen, dass er ein Sünder sei und nicht vor Gott bestehen könne und deshalb in Ewigkeit verlorengehe. Petersen: „Nichts und niemand kann die Menschen retten außer Jesus Christus.“ Er allein könne den Sünder mit Gott versöhnen. Erst dann könne das Evangelium auch „im vollen Glanz“ strahlen. Es mache ihn teilweise traurig und wütend, wenn nur die halbe Wahrheit verkündigt werde, so Petersen. Der Apostel Paulus warne eindrücklich in seinem Brief an die Galater davor, kein anderes Evangelium zu verkündigen (Galater 1,8-10).

R.E.A.L: "Nichts und niemand kann die Menschen retten außer Jesus Christus." Foto: Niels Petersen

Im Gefängnis zu Christus gefunden

Ferner sagte der 38-Jährige, dass niemand gerettet werden könne, ohne das Evangelium gehört zu haben. Deshalb sei Evangelisation so wichtig. 2011 hatte Petersen versucht, Drogen aus Kolumbien nach Deutschland zu schmuggeln. Dabei wurde er erwischt und kam schließlich in das berüchtigte kolumbianische Gefängnis „La Modelo“ in der Hauptstadt Bogota. Petersen zufolge kam er dort während eines evangelischen Gefängnisgottesdienstes zum Glauben an Jesus Christus, nachdem er das Evangelium gehört hatte.

Nach seiner Entlassung im Oktober 2013 kehrte er nach Deutschland zurück und studierte Theologie am Seminar für biblische Theologie Beatenberg in der Schweiz. In seinen Rap-Texten kommt er immer wieder auf das Evangelium und seine eigene Lebensgeschichte zu sprechen. Petersen ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die nächste Folge #StammTischgespräche findet am 11. November statt. Thema und Gast werden zuvor auf dem Instagram-Kanal von IDEA Deutschland – mein.idea – bekanntgegeben. Die Gespräche können dort weiterhin angeschaut werden.

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