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Christkatholiken: ein Ehesakrament für alle

18.06.2022

Christkatholische Kirche Peter und Paul in Bern. Bild: Wikipedia/Ikiwaner
Christkatholische Kirche Peter und Paul in Bern. Bild: Wikipedia/Ikiwaner

(IDEA) - Die drittgrösste Landeskirche der Schweiz, die Christkatholische Kirche, hat am 11. Juni in Olten getagt. An ihrer 155. Session hat die Nationalsynode beschlossen, dass künftig alle zivilrechtlich verheirateten Paare unabhängig vom Geschlecht nach dem gleichen Ritus eingesegnet und in gleicher Weise in die Eheregister eingetragen werden. Die Regelung tritt gleichzeitig mit der zivilrechtlichen Öffnung der Ehe in der Schweiz am 1. Juli 2022 in Kraft. Ausserdem wurde der überarbeitete Eheritus genehmigt. Er besagt, dass jede Segnung einer zivilrechtlich geschlossenen Ehe zwischen zwei Erwachsenen gleich welchen Geschlechts in gleicher Weise sakramental sei. Die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ist bei den Christkatholiken seit 2007 möglich. Die Liturgie unterscheidet sich aber grundlegend vom Eheritus, was zunehmend als unbefriedigend empfunden wurde. Der Anstoss zur Diskussion erfolgte 2018 durch die christkatholische Jugend.

Eigene Überzeugung gewichten

Die „Ehe für alle“ sei unter den Gemeindemitgliedern weitgehend unbestritten, erklärte Bischof Harald Rein an der Synode, und entspreche auch dem mehrheitlichen Wunsch des Schweizervolkes. Zu reden gaben im Plenum Befürchtungen, dass man sich innerhalb der Utrechter Union isolieren könne, da die Ostkirchen und die anglikanische Kirche die „Ehe für alle“ ablehnten. Der Bischof ermunterte seine Kirche dazu, ihrer eigenen Überzeugung zu folgen.
christkatholisch.ch

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