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Menschenrechte

Burkina Faso: Christen zunehmend im Visier islamistischer Terroristen

13.11.2022

Der Ordensmann Pater Alain Tougma dem päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“. Foto: Kirche in Not
Der Ordensmann Pater Alain Tougma dem päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“. Foto: Kirche in Not

Ouagadougou/München (IDEA) – Im westafrikanischen Burkina Faso nehmen islamistische Terroristen zunehmend Christen ins Visier. Das berichtete der Ordensmann Pater Alain Tougma dem päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (München). Er ist Oberer der afrikanischen Provinz der Ordensgemeinschaft „Frères Missionaires des Campagnes“ (Missionsbrüder in den ländlichen Gebieten).

„Der Terrorismus gewinnt immer mehr an Boden“, so Tougma. Laut Mitteilung des Hilfswerks gingen internationale Beobachter Ende Juni davon aus, dass sich 40 Prozent der Fläche des Landes in der Hand von Terroristen befänden. „Heute sind es bestimmt noch mehr“, so der Pater.

Im Land gebe es mehr als 1,7 Millionen Binnenvertriebene. Auch seine Gemeinschaft sei vor einigen Monaten von Milizen aus der Stadt Pama im Südosten des Landes verjagt worden: „Sie haben uns ein Ultimatum von zehn Tagen gesetzt, um die Stadt zu verlassen. Und da die Terroristen es besonders auf Priester und Ordensschwestern abgesehen haben, forderte unser Bischof uns auf zu gehen.“ Die Terroristen hätten christliche Einrichtungen niedergebrannt und Kreuze zerstört.

Dies zeige ihren Willen, den christlichen Glauben auszulöschen. Laut „Kirche in Not“ wird Burkina Faso seit 2015 von islamistischen Truppen heimgesucht. Sie rekrutierten ihre Kämpfer aus der einheimischen Bevölkerung und aus dem Ausland.

Dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2021“ des Hilfswerks zufolge ist das Land zu einem der Hauptoperationsgebiete des militanten Dschihadismus in Afrika geworden. Dessen Ziel sei es, in Burkina Faso und anderen Staaten südlich der Sahara ein transnationales Kalifat aufzubauen.

Von den 21,5 Millionen Einwohnern des Landes sind etwa 60 Prozent Muslime und 25 Prozent Christen.

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