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Gesellschaft

Bildung der Ebenbilder Gottes

16.11.2021

Stefan Wenger: „Gottesfurcht und Gemeinschaftsfähigkeit.“ Foto: zvg
Stefan Wenger: „Gottesfurcht und Gemeinschaftsfähigkeit.“ Foto: zvg

Riehen (IDEA/mz) - Kirche ohne Bildung geht nicht. Und die Vergangenheit zeigt, dass auch Bildung ohne Kirche nicht wirklich funktioniert, weil die kirchlichen Institutionen seit jeher zugleich Bildungsorte der Gesellschaft waren.“ Mit diesen Worten begrüsste Benjamin Rohlfing, Gemeindeleiter der Christlichen Gemeinde Basel, über 100 Lehrpersonen aus christlichen Schulen der Deutschschweiz zum jährlichen Bildungssymposium in den Räumen seiner Gemeinde in Riehen. Im gleichen Gebäude ist auch die Prisma Schule als eigentliche Gastgeberin des Anlasses zu Hause. Beide Institutionen teilen sich Räumlichkeiten und vor allem auch den Auftrag, Menschen in die Nähe von Jesus Christus zu führen.

Blick auf den Menschen

Unter dem Titel „Was ist der Mensch?“ referierte am Freitagnachmittag der Theologe Stefan Wenger. Sein biblisch-theologischer Blick auf die Anthropologie (die Lehre vom Menschen) löste einige Aha-Momente aus und festigte zugleich das Fundament für die tägliche Arbeit der Lehrpersonen.

„Der Mensch ist als Gottes Ebenbild geschaffen und hat den Auftrag, die Schöpfung Gottes zu hegen und zu pflegen, damit sie zu einem Ort wird, der etwas von Gottes Herrlichkeit erstrahlen lässt und an dem die Geschöpfe ihrem Schöpfer begegnen können.“ Daraus leitete Stefan Wenger ab, dass wir als Menschen verantwortlich sind für unser Handeln mit Blick auf uns selbst, unseren Mitmenschen gegenüber und gegenüber der Schöpfung. Die Kinder – die übrigens von Beginn an ebenfalls Ebenbilder Gottes und auch eine Gabe Gottes sind (vgl. Psalm 127,3-5) – wollen deshalb von Erwachsenen (Eltern und Lehrpersonen) in diesen Auftrag begleitet werden. Als oberstes Ziel der Pädagogik erwähnte Stefan Wenger neben der Gottesfurcht die Gemeinschaftsfähigkeit: „Gott hat den Menschen nicht primär zum Gehorsam, sondern zur Gemeinschaft mit sich selbst und den Mitmenschen geschaffen.“

Fachlicher Austausch

Der zweite Tag des Weiterbildungs- und Vernetzungstreffens war dem fachlichen Austausch gewidmet. Jede Schule brachte ein gelungenes Projekt oder eine herausfordernde Frage mit und gestaltete damit einen Workshop mit Lehrpersonen der anderen Schulen. Zum Beispiel wurde diskutiert, wie der Übertritt in die Sekundarstufe durchlässiger gestaltet werden kann oder welche Antworten es aus christlicher Sicht zum Klimawandel gibt. In anderen Workshops wurden die Teilnehmenden in die „Neue Autorität“ oder in eine neue Methode zum Sprachelernen eingeführt.

Das Treffen in Riehen unterstrich die Wichtigkeit der Vernetzung und des regelmässigen Austauschs unter den christlichen Schulen. Der Dachverband ICB bildet dafür den Rahmen. Sein Ziel ist es, die Vision für christliche Bildung in Kirche und Gesellschaft bekannter zu machen und Schulgründungen zu fördern. 
icbs.ch

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