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150.000 Menschen nahmen an „Deutschland betet“ teil

01.04.2021

Zum zweiten Mal luden die Initiatoren zu "Deutschland betet" ein. Grafik: Deutschland betet
Zum zweiten Mal luden die Initiatoren zu "Deutschland betet" ein. Grafik: Deutschland betet

Augsburg (IDEA) – Mehr als 150.000 Menschen haben sich am 31. März via Internet und Fernsehen an der Gebetsaktion „Deutschland betet“ beteiligt. Das teilte die Pressestelle der Initiative der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar) mit. Ein breites Bündnis aus christlichen Geistlichen und Organisationen hatte bundesweit zum gemeinsamen Gebet aufgerufen.

Ziel der Aktion war, dass trotz Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen Hunderttausende Menschen virtuell zusammenkommen und ihre Anliegen vor Gott bringen. „Ein Jahr Corona hat das Land gespalten“, so der Leiter des ökumenischen Gebetshauses Augsburg und Mitinitiator, Johannes Hartl. Es sei wichtig, gerade in Zeiten von „Social Distancing“ (Abstand halten) „Herzen zu verbinden“.

An der ersten Aktion „Deutschland betet gemeinsam“ im vergangenen Jahr kurz vor Ostern (8. April) nahmen nach deren Angaben rund eine Million Menschen teil. Zu dieser zweiten Veranstaltung habe man sich kurzfristig entschlossen, so Pressesprecher Stefan Dobner. Die Teilnehmerzahlen seien zunächst eine „konservative“ Hochrechnung.

Pandemie bestimmte Anliegen

Die 90-minütige Veranstaltung wurde per Livestream aus dem Gebetshaus Augsburg übertragen. Mitwirkende wurden per Video zugeschaltet, darunter evangelische, katholische und orthodoxe Bischöfe. Ferner sprachen Leiter evangelikaler und freikirchlicher Verbände, Politiker sowie Vertreter christlicher Organisationen Gebete.

Der sächsische Landesbischof und Mitinitiator Tobias Bilz (Dresden) sagte zu der ökumenischen Aktion, es sei Zeit für Begegnungen „mit Respekt und Demut im Denken, im Reden, im Mit-Gott-Reden“.

Im Mittelpunkt der Gebetsanliegen standen die Folgen der Corona-Pandemie für die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in Deutschland.

Der auf einer Corona-Station tätige Arzt Simon Weidlich (München) betete für Klinikpersonal, Patienten, Angehörige und Hinterbliebene von Corona-Verstorbenen. Fürbitten wurden auch für Eltern, Kinder, Jugendliche, Schüler und Lehrer sowie für Unternehmer gesprochen, die durch staatliche Corona-Maßnahmen vor besondere Herausforderungen gestellt sind.

Der Bundestagsabgeordnete und Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), erinnerte an verfolgte Christen in anderen Ländern.

Der unheilbar an Krebs erkrankte 23-jährige christliche YouTuber Philipp Mickenbecker betete für kranke Menschen.

Für Politiker beten, als wären sie Freunde

Die Leiterin der freikirchlichen ICF-Gemeinde München und Mitinitiatorin, Frauke Teichen, rief dazu auf, für Politiker zu beten, als wären sie „dein Freund, deine Freundin, Schwester oder Bruder“. Teichen: „Was wäre, wenn Angela Merkel jetzt wüsste, dass wir für sie beten, dass wir beten, dass sie göttliche Weisheit hat, dass sie gute Entscheidungen treffen kann und dass sie Frieden im Herzen hat.“

Dem Aufruf folgten zahlreiche Christen im Internet. Im Chat zur Gebetsaktion auf der Videoplattform YouTube nannten sie Namen von in- und ausländischen Politikern für die Fürbitte. Darunter wurden neben Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch Ministerpräsidenten, Bürgermeister sowie Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien aufgeführt.

Teilnehmer: „Eine grandiose Idee“

Via Internet bedankten sich Teilnehmer für die überkonfessionelle Aktion. Sie sei „eine grandiose Idee, die viel Gutes bewirkt“, hieß es zum Beispiel. Ein Teilnehmer nannte die Aktion ein starkes Buß- und Fürbittgebet gegen die Hoffnungslosigkeit.

Zu den Initiatoren der Aktion „Deutschland betet“ zählen ferner die evangelische Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner, der katholische Bischof im Bistum Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, der katholische Weihbischof Thomas Maria Renz (Rottenburg), der Moderator der ökumenischen Initiative „Gemeinsam für Europa“, Gerhard Proß (Esslingen), und der zum Leitungskreis der Gebetsbewegung „RiseUp Now“ (Jetzt aufstehen) gehörende gebürtige Syrer Fadi Krikor (Grafing bei München).

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