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Alt Bundesrat Moritz Leuenberger im Gespräch
17. Januar 2021

„Wer denkt, kommt von biblischen Motiven nicht los“

Alt Bundesrat Moritz Leuenberger: „Grundlage für mein ethisches Denken ist in erster Linie die Bergpredigt.“ Foto: © H. Le Cunff
Alt Bundesrat Moritz Leuenberger: „Grundlage für mein ethisches Denken ist in erster Linie die Bergpredigt.“ Foto: © H. Le Cunff
Gottvertrauen und das Gebet können in einer schweren Krise eine Hilfe sein. Doch es braucht auch konkrete Taten und Solidarität. Das meint alt Bundesrat Moritz Leuenberger. Er war vor 20 Jahren im grossen Krisenjahr 2001 als Bundespräsident besonders gefordert. Gerade heute wünscht er sich eine starke Kirche. Sie dürfe notfalls auch ungehorsam sein gegenüber dem Staat.

(idea) - Moritz Leuenberger, wir schreiben das Jahr 2021 und stecken wieder in einer massiven Krise. Träumen Sie manchmal davon, Sie wären heute Bundespräsident und "Krisenmanager" wie 2001?
Albtraum oder Wunschtraum? Ehrlich gesagt, nein. Aber ich stelle mir die Situation, in der die Verantwortlichen heute stehen, immer wieder vor. Doch gerne an ihrer Stelle sein zu wollen - das wäre doch etwas makaber.

Amoklauf in Zug, Swissair-Grounding, Grossbrand im Gotthard-Tunnel, Crossair-Absturz, die Terroranschläge vom 11. September: Welches Ereignis traf Sie 2001 am meisten?
Persönlich das Attentat in Zug. Dort kamen 14 Mitglieder des Parlaments u...

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