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IVCG-Tag
06. März 2018

Vom Junkie zum Visionär

Alex Xanthis, Thomas Feurer (r.): „Den seelischen Schmerz konnte ich nicht verdrängen.“ Foto: Rolf Frey
Alex Xanthis, Thomas Feurer (r.): „Den seelischen Schmerz konnte ich nicht verdrängen.“ Foto: Rolf Frey
Er lebte als schwer Drogensüchtiger in St.Gallen auf der Gasse. Vor 70 Führungskräften berichtete Thomas Feurer in Romanshorn über seine erstaunliche Heilung und die Vision für seine jetzige Tätigkeit.

Romanshorn (idea) - Thomas Feurer (45) zog am Dinner der Internationalen Vereinigung Christlicher Geschäftsleute (IVCG) jüngere und ältere Führungskräfte in seinen Bann: Der Vater, schwerer Alkoholiker, stirbt früh. Thomas wächst mit Mutter und Bruder in einfachen Verhältnissen auf. Wird vom Babysitter jahrelang missbraucht. Konsumiert früh Drogen, gegen Ende der Schulzeit bereits regelmässig Heroin. Versucht es mit Gott, aber bekommt keine Antwort. Versucht es mit dem Teufel - und plötzlich klappt alles. Er verdient als Model gutes Geld, leitet ein Hotel, ist ein beliebter Partylöwe, aber ständig unter Drogen. So verdrängt er seinen seelischen Schmerz, empfindet aber nie Freude. "Erfolg ohne jegliche Freude ist brutal!", sagte Feurer.

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Neues Leben dank der Bibel

14 Jahre steckt Thomas Feurer im Drogen­sumpf. Er betrügt viele Leute, landet mehrfach im Gefängnis. Seine Mutter bittet einen Polizisten, "ihm das Leben zur Hölle zu machen". Der Polizist nimmt sich seiner gründlich an und beginnt, Feurers Gewohnheiten zu stören. Da steckt Gott dahinter, ist dieser überzeugt. Er fällt am Bahnhof voll auf sein Gesicht und wacht im Spital wieder auf. Sein Bruder kommt und berichtet, die Mutter lasse sich taufen. Während er selber bei dieser Taufe durch Störmanöver auffällt, redet sein Bruder lange mit dem Pfarrer. Schliesslich wird auch sein Bruder fromm. Nun beginnt er selber die Bibel zu lesen. Er liest in Offenbarung 3, 20 "Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an" und im Römerbrief über die "Rechtfertigung vor Gott allein aus Glauben". Das überwältigt ihn. "Seit diesem Tag rührte ich keine Droge mehr an und erlebte ich unglaubliche Dinge." Drei Monate später ist er von Hepatitis C geheilt. Er sieht auf dem Personalboard einer Firma das Foto einer Frau und weiss: "Das ist meine Zukünftige." Sie ist seit zwölf Jahren seine Frau.

Gründung einer Drogenarbeit

Thomas Feurer begann sich für Süchtige und Randständige einzusetzen und gründete den Verein "Endlesslife". Unterdessen sind versierte Mitarbeiter und Dutzende freiwilliger Helfer mit an Bord. Suchtberatung, Prävention, Krisenhilfe, Ausstiegsplanung und therapeutische Seelsorge werden angeboten. Neben Notschlafstellen gibt es Selbsthilfegruppen oder Angehörigentreffen. Seine Vision: "Viele Menschen sollen von ihren zerstörerischen Abhängigkeiten befreit werden. Und ich wünsche mir, dass meine beiden acht- und elfjährigen Töchter in Gott ihren Halt und ihre Geborgenheit finden." (rf)

www.endlesslife.ch

 

 

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