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Kommentar
07. März 2018

Rassismusvorwurf: Hier wird mit zu großem Besteck hantiert

Die Geschäftsführerin des Evangelischen Zentrums Frauen und Männer, die feministische Theologin Eske Wollrad (Hannover), hat den Übersetzern der revidierten Lutherbibel 2017 Rassismus vorgeworfen, weil in Jeremia 13,23 der Begriff „Mohr“ benutzt wird. Dazu eine Stellungnahme vom Theologischen Vizepräsidenten des Kirchenamtes der EKD, Thies Gundlach (Hannover).

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) warnt immer wieder vor Skandalisierungen und Tribunalisierungen im Netz, im Diskurs oder auch im Umgang miteinander. Das schließt aber offenbar nicht aus, dass innerhalb der EKD mit viel zu großem Besteck hantiert wird: Den Bibelübersetzer/innen der Lutherbibel 2017 wird „Rassismus“ und „Rassifizieren“ vorgeworfen. Man kann über die Übersetzung einer Stelle streiten, aber mit der Skandalisierungskategorie „Rassismus“ ist jede sachliche Diskussion auf die Ebene der Gesinnung gehoben. Das ist gerade bei schwierigen exegetischen Fragen nicht hilfreich.

Der Sinn des Bildes ist mit Händen zu greifen

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