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Investition ins Kloster Fahr soll auch ideellen Nutzen bringen
15. März 2019

„Prosperita“ heisst aufblühen, wachsen

Teilansicht des Klosters Fahr: Die Investition soll ganzheitlichen Nutzen bringen. Joel Blunier, Geschäftsführer Prosperita. Fotos: zvg
Teilansicht des Klosters Fahr: Die Investition soll ganzheitlichen Nutzen bringen. Joel Blunier, Geschäftsführer Prosperita. Fotos: zvg
Prosperita ist eine Stiftung für die berufliche Alters- und Risikovorsorge. Sie verwaltet ein Anlagevermögen von 400 Millionen für 376 Firmen, Kirchgemeinden und Organisationen nach christlich-ethischen Richtlinien.

(idea) - Der Name Prosperita bedeutet "gut vorankommen, aufblühen, erstarken, wachsen". Die Pensionskasse mit diesem Namen verwaltet ein Anlagevermögen von 400 Millionen Franken für Firmen, Kirchgemeinden und Organisationen aus dem christlichen Umfeld mit rund 4200 Versicherten. Die Prosperita mit Sitz in Bern besitzt fünf eigene Immobilien und weist per Ende 2018 einen Deckungsgrad von rund 102 Prozent aus. Aufgrund des schlechten Anlagejahrs 2018 sank der Deckungsgrad um 6 Prozent; vorher lag er bei über 108 Prozent. Doch in den ersten Wochen 2019 haben die Märkte wieder ins Positive gedreht. Der Deckungsgrad hat sich entsprechend erholt. Dabei gilt es festzuhalten, dass sich der Anlagehorizont einer Pensionskasse über Jahrzehnte erstreckt.

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Der achtköpfige Stiftungsrat der Prosperita wird von den Delegierten der angeschlossenen Kunden für jeweils vier Jahre gewählt. Beratend wirkt zusätzlich eine fünfköpfige Anlagekommission mit.

Gegründet wurde die christlich-ethische Pensionskasse 1999 von einer Gruppe christlicher Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsbereich. Sie wollten die Vorsorgegelder nach christlichen Grundsätzen verwalten mit dem Ziel, Menschen nach der Pensionierung, bei Erwerbsunfähigkeit oder im Todesfall genügend finanziell zu versorgen. Am 14. Juni 2019 feiert die Stiftung in Solothurn das 20-Jahr-Jubiläum.

Investition ins Projekt "erfahrbar" im Kloster Fahr

Das Kloster Fahr in Limmattal ist ein Benediktinerinnenkloster und gehört seit seiner Gründung um das Jahr 1130 herum zum Kloster Einsiedeln. Die Klostergemeinschaft startete 2017 eine Wettbewerbs-Ausschreibung für die künftige Nutzung der Landwirtschaft, Gastronomie und eines Wohnteils. Das eigentliche Kloster mit Propstei, Kapelle, Kirche und Wohntrakt wird auch künftig von den Schwestern betrieben werden. Eine Projektgruppe unter der Leitung der Prosperita erhielt im Dezember 2018 den Zuschlag für die künftige Nutzung. Mit der Investition in den Bereichen Wohnen und Gastronomie soll neben einer finanziellen Rendite auch ein Nutzen in gesellschaftlicher, geistlicher und sozialer Hinsicht erzielt werden. In den geplanten 15 bis 18 Mehrgenerationen-Wohnungen wird christlich-gemeinschaftliches Wohnen umgesetzt. Die Investition stellt einen Meilenstein dar der Vision "Wohnen im kirchlichen Umfeld". Gegenwärtig laufen Verhandlungen zwischen der Projektgruppe und den Behörden. (wz)

Joel Blunier leitet die Geschäftsstelle der Prosperita. Er wird von Heinz Oertle als Key Account Manager und Verkaufsleiter unterstützt. Technische Verwaltung und Buchhaltung werden von sechs weiteren Personen wahrgenommen. Als Politikwissenschafter und Lehrer absolvierte Joel Blunier die Weiterbildung MAS/DAS Pensionskassen Management an der Hochschule Luzern. Er ist Co-Präsident des Forums christlicher Führungskräfte. In seinem heutigen Berufsleben möchte er Menschen helfen, auch nach ihrer Erwerbszeit ein würdevolles und finanziell gesichertes Leben führen zu können. Und gleichzeitig sollen die anvertrauten Versichertengelder nach christlich-ethischen Massstäben möglichst nachhaltig und werthaltig angelegt werden. (wz)

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