Sonntag • 24. März
Was will der Kongress missioNow?
13. März 2019

„Klischees aufarbeiten“

Alain Haudenschild. Foto: zvg
Alain Haudenschild. Foto: zvg
Am 30. März vermitteln in Winterthur erfahrene Referenten Einblicke, wie aktuelle Missionsarbeit aussieht.

(idea) - Wie aktuelle Missionsarbeit aussieht und weshalb sie auch heute noch dringend nötig ist - dazu werden am Kongress missioNow in Winterthur erfahrene Referenten Einblicke vermitteln. Die Veranstaltung vom 30. März im gate27 ist auf 18- bis 35-Jährige und weitere Interessierte ausgerichtet. Wer sich bis zum 15. März anmeldet, erhält gratis ein Dessert. Man kann aber auch ohne Anmeldung teilnehmen. idea fragte nach beim Geschäftsleiter der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen (AEM), Alain Haudenschild.

ANZEIGE

Alain Haudenschild, warum ist Mission heute erklärungsbedürftig?
Mir fiel nach meiner Rückkehr nach 25 Jahren Missionsdienst in Asien auf, wie stark das Thema des interkulturellen Dienstes der Gemeinde Jesu selbst in christlichen Medien zu einem delikaten Thema mutiert ist. Es fehlt zwar nicht an christlichen Aktivitäten, doch scheint der Umgang mit dem Thema "christliche Mission" im Zuge der Diskussion um den Umgang mit Asylsuchenden und Flüchtlingen in den Hintergrund getreten zu sein. Jesus war aber genau dieser Punkt so wichtig, dass er ihn vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern noch einmal einschärfte.

Was nahmen Sie als Erfahrung aus Ihrem Dienst mit?
Die Beobachtungen in Asien bestätigen eine häufig gemachte Erfahrung: Gemeinden, die den Auftrag an den Nationen auf die reine Evangelisation der eigenen Leute reduzieren, verändern den Auftrag des Herrn an den Nationen bewusst oder unbewusst in ein "Gemeindewachstumsprogramm". Auch wenn sie bei erfolgreichen Modellen erst einmal wachsen, hält dies nicht lange hin. Die Jugend geht vielfach weg und etabliert sich in Berufen ohne erkennbare Aussicht, dass sie etwas Wesentliches für den Bau von Gottes Reich beiträgt. Während versucht wurde, durch die Einführung vielleicht leichter verständlicher Begriffe für christliche Mission wie "interkulturelle Arbeit" oder "interkultureller Dienst" den biblischen Auftrag von kontraproduktiven Klischees zu entflechten, fragt sich eine weniger bibelfeste Generation zunehmend, wie sie diesen Auftrag der Gemeinde für sich verstehen soll und welche Arbeit und Rolle es für sie in dieser veränderten Welt in der Nachfolge langfristig gibt.

Wie sieht Mission heute aus?
Bei missioNow wollen wir durch das Aufarbeiten diverser Missionsklischees veranschaulichen, was mit Mission gemeint ist. Das Programm ist so aufgebaut, dass Interessierte mehr über Gottes Herzschlag für die Nationen erfahren können. Dafür wirken viele Missionswerke und interkulturell ausgerichtete Ausbildungsstätten mit. Deren Mitarbeitende stehen für persönliche Fragen vor Ort Red und Antwort.  (Interview: David Gysel)

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.