Mittwoch • 28. Oktober
Editorial
18. September 2020

Ketzer, Unkraut, Bibelfresser

Ein Berner Händler brachte neben hölzernen Schuhmachernägeln auch gleich noch Bibeln ins Luzerner Hinterland.

Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist für uns so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Leider macht Selbstverständlichkeit vergesslich. Erst 1799 beschloss die Helvetische Nationalversammlung in Luzern die Glaubens- und Gewissensfreiheit in der Schweiz. Vorausgegangen waren geistliche Aufbrüche und eine unvorstellbare Christenverfolgung gerade in und um Luzern.

Um 1700 brachte ein Berner Händler neben hölzernen Schuhmachernägeln auch gleich noch Bibeln ins Luzerner Hinterland. Sie zu lesen, war illegal. Damals stand die Bibel auf dem päpstlichen Index der verbotenen Bücher. Doch ihre Strahlkraft war stärker. Menschen trafen sich im Geheimen, um sich in die Hei...

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