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Kommentar
04. Dezember 2018

Karl Barths merkwürdiges Sterben

Der Schweizer reformierte Theologe Karl Barth hat die protestantische Theologie des 20. Jahrhunderts mehr geprägt als jeder andere. Die vielbändige „Kirchliche Dogmatik“ ist sein bekanntestes Werk. Diesen Dezember jährt sich sein Todestag zum 50. Mal. Doch das genaue Datum stellt Werner Thiede infrage – und mit ihm zugleich Barths Lehre über das Wesen des Todes.

Gemeinhin gilt als Datum seines Todestages der 10. Dezember 1968. Doch wahrscheinlich steht hier eine späte Korrektur an. Der 82-jährige Dogmatiker, Autor zahlreicher Bücher und Schriften, übrigens auch maßgeblicher der „Barmer Theologischen Erklärung“ von 1934, dürfte nämlich bereits am 9. Dezember verstorben sein. Und es war offenbar ein außergewöhnliches Sterben, wie sich aus den Äußerungen von Zeitzeugen indirekt erschließen lässt. Die viel tradierte Geschichte, Barth sei „sanft entschlafen“ (Karl Kupisch), stimmt so nicht.

Der berühmte Theologieprofessor lebte in Basel und stand dort in regem Kontakt mit seinem letzten Assistenten Eberhard Busch. So man...

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