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Aligro-CEO Dominique Demaurex
23. Februar 2021

Grossmarkt statt Abenteuer im Ausland

Dominique Demaurex im Aligro-Grossmarkt in Gossau SG. Bild: IDEA/David Gysel
Dominique Demaurex im Aligro-Grossmarkt in Gossau SG. Bild: IDEA/David Gysel
Das Familienunternehmen Aligro mischt seit einigen Jahren die Grossmärkte in der Deutschschweiz auf. IDEA-Redaktor David Gysel sprach mit CEO Dominique Demaurex über Glaube, Abenteuer und Geschäft.

Die Firma Aligro geht auf Aline Demaurex zurück, die 1902 einen Dorfladen eröffnete, um als Witwe für ihre Familie sorgen zu können. Seither wuchs die Firma stetig. 1966 wurde der erste ALIGRO-Markt (für ALImentation en GROs) in Genf eröffnet, weitere folgten. Unter der Leitung von Dominique Demaurex (52) und seinem Bruder Etienne streckte die Firma ihre Fühler in die Deutschschweiz aus und eröffnete 2012 in Schlieren einen Grossmarkt. Der Branchenführer der Westschweiz übernahm Ende 2017 zusätzlich das Unternehmen Cash & Carry Angehrn (CCA). IDEA-Redaktor David Gysel sprach mit dem CEO.

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Die Geschichte der Firma Aligro beginnt mit Ihrer Urgrossmutter Aline Demaurex, die als Frühwitwe mit einem Lebensmittelgeschäft für sechs Kinder sorgen musste. Was bewundern Sie an dieser Frau, Dominique Demaurex?
Sie war dynamisch, pflichtbewusst und übernahm Verantwortung. Auch hatte sie einen festen Glauben, den sie ihren Kindern weitergab. Das prägte ihre Familie, obwohl sie ihren Mann früh verlor. Er war Weinbauer und starb aufgrund damals üblicher Pflanzenschutzmittel. Meine Urgrossmutter sorgte dann für den Unterhalt der Familie, indem sie einen Dorfladen führte. Das war keine einfache Zeit.

Von Generation zu Generation wuchs der Dorfladen zu einer grösseren Firma …
Das war mit Höhen und Tiefen verbunden, wie bei jedem Geschäft. Die Generation meines Grossvaters belieferte Detaillisten per Lastwagen. Mein Vater verwandelte es in einen Cash & Carry, also einen Grossmarkt. Das veränderte die Firma grundsätzlich. Ziemlich schnell öffnete er die neu gegründeten Grossmärkte auch für private Kundschaft.

Ihr Vater sagte zu Ihnen und Ihrem Bruder: „Entweder kommt ihr in der Firma arbeiten oder ich verkaufe sie.“ Was bewog Sie, einzusteigen?
Es ging mir um die Verantwortung für die Weiterführung der Firma. Meine Interessen zogen mich eigentlich zu einem Leben mit mehr Abenteuern, als ich es mir in der Firma vorstellte. Aber ich sah es schon auch als Herausforderung, zumal ein beträchtlicher Konkurrenzdruck herrschte und das Führen der Firma deshalb nicht einfach war. Nebst Abenteuern interessierte mich die soziale Tätigkeit oder Missionsarbeit. Nun sah ich mit meiner Arbeit in der Firma die Möglichkeit, solche Engagements zu unterstützen. Das ist ein anderer Weg, einen Sinn in seiner Arbeit zu haben. Das hat geklappt, die Firma ist gesund und geht weiter.

Sie sind auch in der Corona-Krise zuversichtlich …
Ich glaube schon, ja.

Für welche Angelegenheiten holten Sie bis zum Tod Ihres Vaters vor zwei Jahren seinen Rat ein?
Für ihn war immer klar, dass er die Leitung der Firma mit 65 Jahren beenden wollte. Er schenkte uns dann volles Vertrauen, unterstützte und ermutigte uns. Einer der Ratschläge war, dass wir uns nicht in Verschuldung oder in Bürgschaften verstricken sollten.

Was die Anstellung von zwei Seelsorgern im Betrieb bewirkt, warum Aligro in christlichen Medien der Westschweiz regelmässig inseriert, wo Dominique Demaurex Abenteuer erlebt und Weiteres, lesen Sie im vollständigen Interview im Wochenmagazin 08.2021.