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Editorial
16. März 2017

Es geht um die Wurst

Zürich vor 495 Jahren, mitten in der kirchlich verordneten Fastenzeit. Seit Tagen kursieren Gerüchte: Da soll sich einer unerlaubt etwas einverleibt haben. Dort will man von einem anderen wissen, der sich Frevelhaftes genehmigt hat. Und am 5. März 1522, so wird erzählt, hat Heini Aberli im Zunfthaus ‚zum Weggen‘ gar einen Braten gegessen! Das Gespenst des Fastenbrechens geht um. Vier Tage später, am 9. März 1522, geschieht an der Brunngasse 18 im Haus von Buchdrucker Froschauer Weltbewegendes. Anwesend sind ein Dutzend angesehener Herren; einer davon ist Leutpriester Zwingli, ein anderer Leo Jud, Priester in Einsiedeln, dazu ein weiterer kirchlicher Amtsträger.

Eine Rev...

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