Mittwoch • 24. Juli
Partner der Karmelmission berichten am Jahresfest
09. Juli 2019

Erweckung unter Muslimen

Aufmerksame Zuhörerschaft: Interessante Entwicklungen in der islamischen Welt. Foto:zvg
Aufmerksame Zuhörerschaft: Interessante Entwicklungen in der islamischen Welt. Foto:zvg
Die rettende Botschaft von Jesus weckt Hoffnung an verschiedenen Brennpunkten der Welt. Der Islam kennt keine Heilsgewissheit.

Turbenthal (idea/dsch) - "Unter Muslimen ist gegenwärtig eine Erweckung zu erkennen", davon ist der Leiter der Evangelischen Karmelmission, Martin Landmesser (Schorndorf bei Stuttgart), überzeugt. "Die Menschen wenden sich vom Islam ab, wenn sie von der rettenden Botschaft Jesu hören", sagte er am 7. Juli beim 115. Jahresfest des Werkes vor über 250 Teilnehmern. "Heilsgewissheit kennt der Islam nicht", stellte Landmesser fest. Teilweise dauere es zwar viele Jahre, bis nach dem Erstkontakt mit einem Missionar eine "echte Bekehrung" erfolge.

ANZEIGE

Hoffnung trotz Schwierigkeiten

Verschiedene Partner der Evangelischen Karmelmission berichteten am Jahresfest in Turbenthal über die Lage in ihren Herkunftsländern. Ein Sudanese erzählte, dass der langjährige Machthaber Omar al-Baschir noch im März erklärt habe, dass christliche Gotteshäuser in seinem Land nicht mehr geduldet würden. Wenige Stunden später seien Proteste gegen al-Baschir in dem islamischen Land im Nordosten Afrikas ausgebrochen. Gott habe gezeigt, dass er seine Kirche beschütze. Inzwischen habe sich die Situation unter der Übergangsregierung für die christliche Minderheit bereits verbessert. Ausserdem stellten die Muslime in den sudanesischen Flüchtlingslagern erstaunt fest, dass die Christen ihnen Hilfe bringen, obwohl sie zuvor von ihnen feindselig behandelt worden sind. Dies öffne völlig neue Möglichkeiten das Evangelium weiterzugeben.

Im Norden Kenias befinden sich die Trainingslager der Al-Shabaab. Von dort aus würden deren Milizen operieren. Man nenne diese Region das "Schlachthaus" für Christen. Dennoch sei es gelungen, dort eine Mittelschule einzurichten, in der Kinder ungeachtet ihres Geschlechts und ihrer Religion gefördert und gewürdigt würden. Dem muslimischen Regionalgouverneur ist dies ein Dorn im Auge.

Landmesser nannte es ferner ein sichtbares Zeichen der Einheit in Christus, dass am Fest der Karmelmission sowohl Christen aus Pakistan als auch aus Indien teilnähmen. "Die beiden Nationen sind zwar seit langem verfeindet, doch unter Christen ist diese Spaltung aufgehoben", erklärte er. In beiden Ländern seien Christen starken Anfeindungen ausgesetzt.

Ohne Bibelkenntnis geht es nicht

Der Missionsinspektor des Werkes, Stefano Fehr, bezeichnete in seiner Festpredigt regelmässiges Bibelstudium als unerlässlich, um als Christ bestehen zu können. Darauf weise schon der Apostel Paulus im Epheserbrief hin. Deshalb sei die Verteilung von Bibeln und christlichen Schriften weiterhin eine der zentralen Aufgaben der Karmelmission. Es sei wichtig, dass die Menschen von der rettenden Botschaft Jesu erfahren. Die 1904 gegründete Karmelmission ist einer der weltweit grössten auf den Islam spezialisierten Verlage für evangelistische Literatur. Sie unterhält Regionalbüros in 20 Ländern mit mehr als 200 Mitarbeitern. Neben ihrem evangelistischen Dienst versorgt das Missionswerk Tausende Kriegsflüchtlinge in den Zeltlagern Libanons, Jordaniens und des Irak. 

Die Namen der Mitarbeiter können aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden.

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.