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Syrischer Kurde mit russischem Arztdiplom
19. Februar 2021

„Diese Hände wollen helfen!“

Flucht und neues Leben in der Schweiz: Sheikhbrim Nassan. Foto: Mirjam Fisch-Köhler
Flucht und neues Leben in der Schweiz: Sheikhbrim Nassan. Foto: Mirjam Fisch-Köhler
Die marxistische Weltanschauung, die der syrische Kurde Sheikhbrim Nassan in seiner Familie in die Wiege gelegt bekam, wurde während des Medizinstudiums in Russland mehr als nur erschüttert. Dann fand er Gott und krempelte sein Leben um. Heute lebt er mit seiner Familie in der Schweiz. IDEA hat ihn besucht.

Zürich (IDEA) - Sheikhbrim Nassan ist Kurde, geboren 1972 in Syrien. Alle in seiner Familie waren überzeugte Marxisten. Dank der guten politischen Beziehungen Syriens zu Russland konnte er dort Medizin studieren. Dabei sah er hinter die Kulissen des kommunistischen Systems. „80-jährige Frauen mussten noch arbeiten gehen, weil ihre Rente viel zu tief war für den Lebensunterhalt“, erzählt er. „Und die Zustände in Kinderheimen waren katastrophal!“ Der Staat habe mitnichten für die Menschen gesorgt. Der Student engagierte sich freiwillig für Heimkinder, schnitt ihnen die Haare und nahm ihre Wäsche mit ins Studentenheim, wo er sie kostenlos waschen durfte. Als er Kleider für ...

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