Mittwoch • 22. Januar
Porträt
08. Dezember 2019

Die Macht der Vergebung

In der DDR war Karin Bulland (65) überzeugte Kommunistin – bis die Kommunisten sie in die Psychiatrie steckten und sogar folterten. Nach der Friedlichen Revolution wurde sie Christin. Seitdem ist „Versöhnung“ ihr Lebensmotto. Ein Porträt von idea-Redakteur Klaus Rösler

Karin Bulland (Zwickau) war in der DDR eine erfolgreiche Kunstturnerin. Weil sie von Marx, Engels und Lenin überzeugt ist, wird sie zur Diplomatin im Trainingsanzug. Bei Großveranstaltungen versucht sie am Rednerpult, die Jugend vom Sozialismus zu überzeugen. Sie erlernt den Beruf der Erzieherin und macht Karriere in Altenburg bei Leipzig im Rat des Kreises. Doch sie fällt bei der SED in Ungnade. Ihr Vergehen: Sie ist so sehr von der Überlegenheit des Kommunismus als Gesellschaftssystem überzeugt, dass sie sich auch für nicht „linientreue“ Bürger einsetzt. Im Sommer 1985 wird sie in ihrem Büro verhaftet, mit einer Spritze betäubt und in die Psychiatrie Hubertusburg gebracht....

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