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Christoph Gysel: Corona-Krise im Oberwallis
23. Mai 2020

„Das Saastal ist wie ausgestorben“

Blick auf das Saastal (oben), Englische Kapelle in Saas-Fee (unten): Hier hält Christoph Gysel oft
Gottesdienste und Trauungen. Fotos: zvg
Blick auf das Saastal (oben), Englische Kapelle in Saas-Fee (unten): Hier hält Christoph Gysel oft Gottesdienste und Trauungen. Fotos: zvg
Das schöne Walliser Saastal ist zum Jammertal ­geworden. Als Tourismuspfarrer und Tourismuspräsident versucht Christoph Gysel mitzuhelfen, die Not zu lindern und Trost zu spenden. Obwohl gesundheitlich stark angeschlagen, findet er jeden Tag neue Kraft.

(idea) - Was braucht das Saastal jetzt mehr: einen guten Tourismuspräsidenten oder einen guten Tourismuspfarrer?
Ob als Tourismuspräsident oder Pfarrer: Ich darf als Christ mithelfen, damit Menschen besser durch diese Krise kommen.

Wie erleben Sie die Stimmung im Saastal momentan?
Sie ist sehr gedrückt. Bekannte von uns sind gestorben. Ein Mann aus der Umgebung, gut 70, sehr fit, letztes Jahr zum 40. Mal beim Engadiner dabei, ist von Corona infiziert gestorben. Im Altersheim gleich nebenan spielen sich herzzerreissende Szenen ab. Mancher Hotelier steht vor dem Scherbenhaufen seines Lebenswerkes. Viele Einheimische sind arbeitslos oder auf Kurzarbeit. Da...

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