Sonntag • 31. Mai
20. März 2020

Das Lebenselixier Wasser ist bedroht

indicamino verhilft Indigenen in Südamerika zu gesundem Wasser. Bild: zvg
indicamino verhilft Indigenen in Südamerika zu gesundem Wasser. Bild: zvg
Wasser bedeutet Leben, doch Umweltverschmutzung und Klimaveränderungen machen das kostbare Element vielerorts zum Luxusgut, so auch in Peru. Ein Beitrag zum Internationalen Weltwassertag.

Wil (idea/Top-Publi/ak) - In den tropischen Regenwäldern des peruanischen Amazonasgebiets leben 51 indigene Stämme. Sie machen etwa 45 Prozent der rund 31 Millionen Menschen in Peru aus. Umweltverschmutzung und Klimaveränderung machen das Wasser in Peru zunehmend zu einem Luxusgut.

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Sesshaft geworden

Die Sippen, die früher als Nomaden durch die Wälder des Amazonas gezogen sind, leben heute in einfachen Dorfgemeinschaften. Hier leben sie von dem, was ihnen die Natur gibt. Sanitäre Anlagen oder eine Anbindung an die staatliche Wasserversorgung gibt es nicht oder geht schnell kaputt und so bleibt die Wasserbeschaffung Aufgabe der Frauen und Mädchen. Diese tragen das Wasser in schweren Eimern von den Flüssen ins Dorf und obwohl diese Arbeit anstrengend ist und auch gesundheitsschädigend sein kann, liegt das Hauptproblem woanders.

Schwermetalle im Wasser

2017 wies Amnesty International darauf hin, dass die Mehrheit der indigenen Bevölkerung deutlich erhöhte Blutwerte für Schwermetalle aufweist. Dies kann zu schweren Gesundheitsschäden führen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt. Grund dafür sind Abfälle aus der Gold-, Kupfer- und Öl-Gewinnung im Amazonasgebiet, welche die Flüsse verschmutzen.

Nachhaltig und ganzheitlich helfen

Das christliche Hilfs- und Missionswerk indicamino hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für die Randgruppen in Peru, Bolivien und Kolumbien einzusetzen. Eine grosse Zahl der indigenen Bevölkerung sieht sich dem Christentum zugehörig und dürstet danach, im Glauben zu wachsen und das Evangelium an ihre Sippe weiterzugeben. Hier knüpft die Arbeit der Missionare an, die neben Bibelschulen und theologischen Ausbildungen auch praktische Hilfe für Indigene anbietet, um deren Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Brunnen bauen und predigen

Christian Konrad, der mit seiner Familie im indicamino-Missionszentrum in Pucallpa lebt, ist für den Brunnenbau in den Stammesgebieten zuständig. Mit einfachen Mitteln und vollem Körpereinsatz wird nach Grundwasser gebohrt, das durch ein einfaches und wartungsfreies Pumpsystem nachhaltig frisches Wasser liefert. Konrad sieht seine Aufgabe auch als eine Gelegenheit, Gottes Wort anhand des praktischen Beispiels eines Brunnens an die Menschen weiterzugeben. Im Johannesevangelium 4,13 und 14 steht: „Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt“. (ak) •

www.indicamino.org

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