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Buddhist lernt Jesus kennen
22. Mai 2019

Dank Dalai Lama Jesus gefunden

Ex-Bodyguard Dawa: „Glaube an Jesus löst im buddhistischen Umfeld Widerstand aus.“ Foto: Daniel Wagner
Ex-Bodyguard Dawa: „Glaube an Jesus löst im buddhistischen Umfeld Widerstand aus.“ Foto: Daniel Wagner
Dawa war Bodyguard des Dalai Lama. Heute dient er Jesus. Darüber erzählt er auf einer Tournee. Am Sonntag war er in Winterthur.

(idea/dw) - Welch ein Auftakt zur diesjährigen zweiwöchigen HMK-Vortragstournee! Rund 1000 interessierte Menschen hörten am 19. Mai in der Parkarena bei der GvC in Winterthur die Botschaft des früheren Dalai-Lama-Bodyguards Dawa. Dass ihn der Dalai Lama seinerzeit zu seinem persönlichen Leibwächter erkoren hatte, war für ihn eine grosse Ehre gewesen. Acht Jahre war Dawa für den spirituellen Führer der Tibeter tätig, den er als bescheidenen und von den Gläubigen sehr verehrten Menschen bezeichnete. In leitender Stellung begleitete er das buddhistische Oberhaupt auf seinen Reisen in viele Länder. Bei Staatsbesuchen und Treffen mit Buddhisten und Prominenten war er für dessen Sicherheit besorgt.

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Zimmerkollege als Türöffner

Auf dem Papier sei er zwar Buddhist gewesen, mit der Religion als solche habe er aber nicht viel am Hut gehabt. "In der Freizeit feierte ich mit meinen Arbeitskollegen Partys und liess dabei auch meine Muskeln spielen." Dass Dawas Leben eines Tages komplett auf den Kopf gestellt wurde, hat er seinem Zimmergenossen zu verdanken. "Dieser kam nie mit in den Ausgang, verlor auch nie ein verächtliches Wort über andere Mitmenschen. Das machte mich stutzig." Dawa begann, seinen Kumpel genauer zu beobachten, bis dieser sein Geheimnis lüftete: "Ich glaube an Jesus Christus." Dawa war beeindruckt. Im Kreis von jungen Christen übergab er später selber sein Leben Jesus. Konsequenterweise quittierte er seinen Dienst beim Dalai ­Lama und kehrte zu seiner Familie zurück. Einerseits wussten seine Eltern von seinem zweifelhaften Lebenswandel, andererseits waren sie stolz, dass ihr Sohn im Dienste des tibetischen geistlichen Oberhauptes tätig war.

Dawa hatte auf eine freudige Reaktion der Familie über seinen neuen Lebenswandel gehofft, stattdessen löste sein Bekenntnis ein Chaos aus. Seine Familie wollte nichts von diesem "westlichen Gott" wissen: "Standhaft in meiner Entscheidung, wurde ich von meiner Familie ausgeschlossen und musste das Elternhaus verlassen."

Schritt nie bereut

Trotz den familiären Konsequenzen und der darauffolgenden harten Zeit habe er seinen Schritt nie bereut. Jesus habe Freude und Hoffnung in sein Herz gebracht, die er zuvor nicht gekannt habe. Für Jesus entschied sich auch seine verwitwete Grossmutter, weil sie trotz ihrem Engagement als Nonne im Buddhismus keine Erfüllung fand.

Als Leiter einer Gemeindegründungs­bewegung macht sich Dawa heute im Himalaya für Jesus stark. Er schult jährlich 100 junge Menschen und ermutigt sie, standhaft zu bleiben. "Verfolgung ist für die Christen dort Teil des Lebens." Ausländische Christen würden toleriert, Einheimische jedoch kaum. "Dass ich Jesus nachfolge, löst Widerstand aus. Die Buddhisten begründen ihre Haltung mit dem Verrat am Volk und seiner Geschichte." 

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