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Integrationsbeauftragte
19. Dezember 2018

Weihnachtskarte ohne „Weihnachten“ sorgt für Unmut

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz. Foto: Jan Kopetzky
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz. Foto: Jan Kopetzky

Berlin (idea) – Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat zu Weihnachten eine Grußkarte verschickt, in der das Wort „Weihnachten“ nicht vorkommt. Stattdessen steht in der Karte: „Egal woran Sie glauben ... wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr.“ Laut einem Bericht der Bild-Zeitung hat die Grußbotschaft bei Integrationsexperten und Politikern für Unmut gesorgt. So erklärte die Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel (CDU, Düsseldorf), wer als Regierungsmitglied eine Karte mit solchen Worten verschicke, müsse „sich fragen lassen, für welche Werte er steht und welche Bedeutung die Karte haben soll“. Der deutsch-palästinensische Publizist und Psychologe Ahmad Mansour (Berlin) sagte zu dem Verzicht auf das Wort „Weihnachten“: „Selbstbewusst ist anders! Selbstverständlich muss man Christen beglückwünschen können, vor allem als Politikerin und als Integrationsbeauftragte!“ Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der sozialistischen Partei „Die Linke“ im Bundestag, Sevim Dagdelen (Duisburg), warf Widmann-Mauz „falsch verstandene Toleranz“ vor, durch die „Weihnachten, das Fest der Liebe, unsichtbar wird“. Die Journalistin und Autorin Birgit Kelle schrieb auf Facebook, die Bundesregierung sende durch eine solche Karte an alle Migranten in Deutschland die Botschaft: „Herzlich willkommen, wir stehen für nichts.“

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