Montag • 16. September
EDU ist bereit für den Wahlkampf
27. August 2019

Wahlauftakt und Volksinitiative

Umgeben von den beiden Moderatoren Thomas Feuz (li) und Thomas Lamprecht (re) diskutierten (v.l.n.r.): Martina Bolliger AG, Hans Egli ZH, Andreas Schnetzler SH, Katharina Baumann BE. Foto: Harold Salzmann
Umgeben von den beiden Moderatoren Thomas Feuz (li) und Thomas Lamprecht (re) diskutierten (v.l.n.r.): Martina Bolliger AG, Hans Egli ZH, Andreas Schnetzler SH, Katharina Baumann BE. Foto: Harold Salzmann

Illnau (idea/tf/dg) - Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das gilt auch für die Wahlen vom 20. Oktober. Nach der früheren Doppelvertretung im Nationalrat will die Eidgenössisch-Demokratische Union EDU wieder mindestens ein Mandat erringen. Die Chancen dazu seien intakt, meinte Andreas Schnetzler, Schaffhauser Kantonsrat und Präsident der nationalen Wahlkommission, vor rund 150 Teilnehmenden. Die EDU stehe zu den Aussagen der Heiligen Schrift: "Unsere Werte sind unsere Chance." Der nationale Wahlslogan der EDU heisst denn auch: "Unser Land - unsre Werte".

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Grusswort von SP-Stadtpräsident

In seinem Grusswort stellte Stadtpräsident Ueli Müller (SP) die Stadt Illnau-Effretikon vor. "Wir liegen an der Schnittstelle zwischen dem Zürcher Oberland und Unterland und bilden damit quasi das Zentrum des Kantons", sagte Müller. Die Geschichte der flächenmässig viertgrössten Stadt des Kantons mit rund 17 200 Einwohnern ist von einem kontinuierlichen Wachstum geprägt. Leider sei die EDU heute nicht mehr im Parlament vertreten. Die Vielfalt an Meinungen mache es aus, meinte der Magistrat. Und ermutigte augenzwinkernd: "Holen Sie den Nationalratssitz wieder zurück - aber nicht auf Kosten meiner Partei!"

Volksinitiative zur Pflegefinanzierung

Eine wirksame Kostenbremse im Gesundheitswesen müsse zentral erfolgen. Davon ist Parteipräsident Hans Moser überzeugt. "Pflegekosten fordern das öffentliche Gemeinwesen heraus", stellte er fest. Mit der Lancierung einer Volksinitiative fordere die EDU die Übertragung der Pflegefinanzierung an den Bund und damit Kostentransparenz und klare Verantwortlichkeiten. "Dieser Systemwechsel ist sozialverträglich und entlastet Kantone und Gemeinden, die immer mehr Aufgaben übernehmen mussten." "Ihre Initiative zielt in die richtige Richtung", attestierte Christoph Meier. Der frühere Präsident des Dachverbands santé­suisse hob in der Aussensicht eines Unabhängigen den neuartigen Ansatz dieses Vorstosses im Bereich KVG hervor.

Freudig unterwegs bleiben

In einem Podiumsgespräch äusserten sich Kandidierende zum Wahlkampf. Politisieren mit dem Image "christlich" könne auch Vorteile haben, meinte die Berner Grossrätin Katharina Baumann. "Unsere Werte sind es mir wert, mein Bestes dafür zu geben." Und der Zürcher Spitzenkandidat und Kantonsrat Hans Egli verriet sein Motto: "Verantwortung übernehmen, erlebbar und fassbar werden." Es gehe darum, seine Berufung zu erkennen, hinzustehen und freudig unterwegs zu bleiben, so sein Grundtenor. Umrahmt wurde der Anlass von der Brass Band Zürcher Oberland.
Die EDU tritt in elf Kantonen mit eigenen Listen an. 87 Männer und 26 Frauen exponieren sich auf ihren Wahl-Listen.

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