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Christliches Lobbying in Bern
27. Mai 2019

Verein „Christian Public Affairs“ gegründet

Gründungsdelegation (v.l.): Peter Schneeberger, Linus Pfister, Christina Sasaki-Wallimann, Michael Mutzner, Paul Mori, Chistine Volet (Präsidentin des Vereins), Marc Jost (SEA) – es fehlt: Hanspeter Hugentobler. Foto: zvg
Gründungsdelegation (v.l.): Peter Schneeberger, Linus Pfister, Christina Sasaki-Wallimann, Michael Mutzner, Paul Mori, Chistine Volet (Präsidentin des Vereins), Marc Jost (SEA) – es fehlt: Hanspeter Hugentobler. Foto: zvg

Bern (CPA/idea/dg) – Am 20. Mai haben sechs christliche Verbände und Organisationen in Bern den Verein „Christian Public Affairs“ (CPA) gegründet, um ihren Interessen in der Bundespolitik und in der Gesellschaft mehr Gehör zu verschaffen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Heilsarmee, die Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES, Freikirchen Schweiz VFG, ERF Medien, HMK Hilfe für Mensch und Kirche sowie ethik22 Institut für Sozialethik. Drei weitere Institutionen prüfen einen Beitritt. Laut seinem Sprecher Paul Mori ist der Verein offen für weitere Mitglieder. Beitreten können Vereine und Institutionen. Organisationen und Personen, die Mitglieder sind oder mitarbeiten, bekennen sich zum Apostolischen Glaubensbekenntnis.
Christian Public Affairs wird geleitet von Christine Volet (Heilsarmee, Präsidentin) und Marc Jost (SEA, Vizepräsident) und hat zwei Mitarbeiter mit Teilpensen mandatiert: Paul Mori (Sonderbotschafter Heilsarmee) und Michael Mutzner (Mediensprecher Réseau évangélique suisse RES). CPA agiert jeweils im Auftrag der Mitglieder für ausgewählte politische Anliegen.

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Gesetzgebungsprozess konstruktiv mitprägen

Christian Public Affairs will den Gesetzgebungsprozess auf der Basis christlicher Werte konstruktiv mitprägen und versteht sein Engagement als Dienst an der Gesellschaft. In seinem „Basispapier“ geht der Verein davon aus, „dass christlich geprägte Sichtweisen einen relevanten Beitrag zur politischen Ordnung und zum  Zusammenleben darstellen.“ Er beruft sich auf die vom Christentum mitgeprägte Geschichte Europas. „Auch unser moderner Staat baut zu einem bedeutenden Teil auf christlichen Wertvorstellungen auf. Sichtbar wird dies in den Verfassungen des Bundes und der Kantone.“ Seriöse Überzeugungsarbeit und nicht das Herabsetzen der Andersdenkenden“ kennzeichne die Positionen der CPA-Partner.

Verantwortung für Mensch und Schöpfung wahrnehmen

Die Vereinsmitglieder nehmen soziale und politische Verantwortung wahr, indem sie sich prominent für folgende Themen einsetzen: Bewahrung der Schöpfung, Schutz der persönlichen Würde, Menschenrechte, Gerechtigkeit und Schutz der Religions-, Glaubens- und Gewissensfreiheit. Diese Freiheit gelte auch für Minderheiten in der Schweiz und dafür werde setze sich CPA einsetzen, heisst es im Basispapier weiter.
Den Schutz der persönlichen Würde erklärt CPA im Basispapier: „Wir sind als Christen besonders in Lebensrechtsfragen (zum Beispiel das Ende des Lebens) herausgefordert, uns für die Unversehrtheit des Lebens einzusetzen. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben. Alles, was dem Leben dient, ist zu fördern, was es behindert oder gar schädigt, ist zu bekämpfen.“ Neben dem Einsatz für die Freiheit des einzelnen Menschen gehe es heute immer mehr auch um die Güterabwägungen zwischen der Freiheit und unverletzlichen Würde des einen Menschen gegenüber der Freiheit und unverletzlichen Würde des andern Menschen. Dabei sei der schwächere Mensch besonders zu schützen. „Auch wenn die persönliche Freiheit hoch zu schätzen ist, darf sie nicht über das Prinzip der Liebe zum Nächsten gestellt werden.“

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