Donnerstag • 27. Februar
Nationales Gebetsfrühstück
06. Februar 2020

Trump: Die USA schützen die Religionsfreiheit

US-Präsident Donald Trump. Screenshot: YouTube/whitehousegov
US-Präsident Donald Trump. Screenshot: YouTube/whitehousegov

Washington (idea) – US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der Religionsfreiheit in den USA hervorgehoben. Er sprach am 6. Februar beim 68. Nationalen Gebetsfrühstück in Washington.

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Dazu versammeln sich jedes Jahr am ersten Donnerstag im Februar Führungspersonen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion, um über politische, nationale und kulturelle Grenzen hinweg zu beten und auf Worte aus der Bibel zu hören – in diesem Jahr war es etwa ein Vers aus dem Matthäusevangelium: „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen“ (5,44). Rund 3.500 Gäste aus mehr als 150 Ländern nahmen an dem Gebetsfrühstück teil.

In den USA wird der Glaube gefeiert

Die amerikanische Kultur schütze grundsätzlich die Freiheit, was auch den Schutz der Religionsfreiheit beinhalte, betonte Trump. Er habe es bereits in seiner Rede zur Lage der Nation am 4. Februar herausgestellt: Öffentliches Gebet werde in den USA nicht bestraft, Kreuze würden nicht abgerissen und Prediger bekämen keinen Maulkorb. In den USA werde der Glauben gefeiert, Religion geschätzt und „wir erheben unsere Stimme im Gebet“. Ferner ermutigte Trump, ungeborenes Leben zu schützen. Jedes Kind sei ein kostbares Geschenk Gottes. Trump: „Gott ist der Urheber des Lebens und schenkt Gnade.“

Einsatz für verfolgte Christen und für religiöse Minderheiten

Wie er weiter sagte, setzt sich seine Regierung weltweit für verfolgte Christen sowie für religiöse Minderheiten ein. Er sei der erste Präsident gewesen, der im vergangenen Jahr zum Thema Religionsfreiheit eine Sitzung bei den Vereinten Nationen abgehalten habe. Ferner sagte er, dass sich mittlerweile 25 Länder der „International Religious Freedom Alliance“ (IRF Alliance/Internationale Allianz für Religionsfreiheit) angeschlossen hätten. Die Mitglieder verpflichten sich, das Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit zu schützen.

Was Trump zum Amtsenthebungsverfahren sagt

Trump zitierte ferner aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup (Washington), der zufolge die Zufriedenheit der US-Amerikaner mit ihrem Leben noch nie so hoch gewesen sei wie derzeit. Ebenfalls äußerte er sich zu dem Amtsenthebungsverfahren gegen ihn. Trump war von allen Anklagepunkten freigesprochen worden. Nur ein Republikaner hatte mit den Demokraten gestimmt. Wenn man grundlos angeklagt werde, so Trump, sei es nicht leicht, die anderen zu lieben, „aber ich gebe mein Bestes“.

Sozialwissenschaftler: Nicht verächtlich mit anderen Menschen umgehen

Der Sozialwissenschaftler Arthur C. Brooks von der Harvard Business School (Boston/Bundesstaat Massachusetts) hatte sich zuvor in seinem Beitrag gegen einen geringschätzigen und verachtenden Umgang mit Mitmenschen gewandt. Jeder werde eine Person kennen, die eine andere politische Meinung vertrete. Das gelte es auszuhalten. Er berichtete von Studien, denen zufolge ein Grund für das Scheitern einer Ehe die dem Partner entgegengebrachte Verachtung sei – indem man beispielsweise mit den Augen rolle oder dem anderen sarkastisch begegne. Diese Verachtung reiße auch das Land auseinander. Häufig sei deswegen die Rede davon, dass Menschen toleranter sein müssten. Das halte er für falsch, weil das nicht ausreiche, so Brooks. Jesus habe in Matthäus 5,44 nicht gesagt „Toleriere deine Feinde“, sondern er habe dazu aufgefordert, sie zu lieben und Hass mit Liebe zu begegnen. Brooks ermutigte die Zuhörer, Gott um diese Stärke zu bitten.