Sonntag • 21. April
Zürcher Kantonsratswahlen
27. März 2019

EVP kann an Einfluss gewinnen

Der Zürcher Kantonsrat wird mit neuen Mehrheiten im Rathaus an der Limmat tagen. Foto: zvg
Der Zürcher Kantonsrat wird mit neuen Mehrheiten im Rathaus an der Limmat tagen. Foto: zvg

Zürich (idea/dg) - Die EVP verteidigte ihre acht Sitze im Zürcher Kantonsrat trotz 0,03 Prozent Verlust an Stimmenanteilen. Ihre 4,24 Prozent entsprechen 143 433 Stimmen verteilt auf fast 13 000 Wähler. Bei der EDU hatte 0,39 Prozent Anteilsverlust einen schmerzhaften Sitzverlust von 5 auf 4 zur Folge. Die 2,27 Prozent Anteile der EDU entsprechen 70 741 Stimmen verteilt auf fast 7000 Wähler.

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Die neuen Mehrheiten sind für EVP günstig

Weil die GLP und die Grünen massiv zugelegt haben (je plus neun Sitze), die SVP massiv verlor (minus neun Sitze) und die BDP ganz wegfällt, gehört die EVP in der neuen Konstellation zu den Mehrheitsmachern. Dies freut EVP-Kantonalpräsident Hanspeter Hugentobler. Damit werde es für die Mitteparteien wieder spannender, nachdem in den letzten Jahren die Mehrheitsverhältnisse oft von Anfang an klar gewesen seien. Hugentobler: "Es ist für eine lösungsorientierte Politik gut, wenn wir als Mitteparteien zwischen den Blöcken vermitteln und zu tragfähigen Kompromissen beitragen können, die dem Volkswillen entsprechen."

Bedingt durch das Wahlsystem verlor die EDU einen Sitz, obwohl sie im betroffenen Wahlkreis Pfäffikon 0,28 Prozent Anteil zulegen konnte. Das sei umso bitterer, weil sie mit vier Sitzen keine eigene Fraktion mehr bilden könne, schreibt die EDU. Die EDU wird jetzt evaluieren, ob sie mit einer anderen Partei Fraktionsverhandlungen führen oder ausserhalb einer Kantonsratsfraktion politisieren soll.

Bei den Regierungsratswahlen verfehlten Hanspeter Hugentobler (EVP) mit 41 860 Stimmen und Hans Egli (EDU) mit 23 702 Stimmen das absolute Mehr klar.

 

 

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