23. Dezember 2018

„Große Freude, nicht große Probleme“

Hahne: Ich wünsche mir Zuversicht von den Kanzeln

Der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne. Foto: www.peter-hahne.de
Der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne. Foto: www.peter-hahne.de

Berlin (idea) – Weihnachten ist die beste Gelegenheit, um Zuversicht zu verbreiten. Diese Ansicht vertritt der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne (Berlin) in „Bild am Sonntag“. In Deutschland gäben derzeit oft „schlechte Nachrichten den Ton an“. In der öffentlichen Wahrnehmung spielten Skandale eine große Rolle. Beispiele seien der Einsatz von „Schummeltechnik“ bei der Messung von Diesel-Abgaswerten bei VW, Berichte über Ausschreitungen bei einer Polizei-Weihnachtsfeier in Hannover und die Enthüllungen über einen „Spiegel“-Reporter, der sich „Geschichten ausgedacht“ habe. Ausgerechnet zur Weihnachtszeit ließen diese Fälle „manche vermuten, alles im Land sei irgendwie kaputt, die Republik gehe den Bach runter“, so Hahne.

Pauschalurteile sind falsch

Die Botschaft von Weihnachten sei dagegen, dass Gott die Menschen liebe, auch wenn sie es nicht verdienen würden. „Diese Liebe gilt es, in der kleinen Münze des Alltags weiterzugeben“, schreibt Hahne. Deswegen sei es zum Beispiel falsch, Pauschalurteile über ganze Berufsgruppen zu fällen, die von Skandalen betroffen seien. „Die allerallerallermeisten Menschen sind anständig in diesem Land und betrügen nicht.“ Das gelte für Ingenieure ebenso wie für Polizisten und Journalisten. Diese gute Nachricht dürfe „nicht unter die Räder kommen“.

Zuversicht ist der Motor des Lebens

Zuversicht sei der Motor des Lebens, schreibt Hahne weiter. Deswegen sei es wichtig, „dem Positiven Raum zu geben, damit das Negative nicht überhandnimmt“. Gleichzeitig müsse man sich „dem Negativen entschieden stellen, um damit das Positive entscheidend zu stützen“. Zu Weihnachten wünsche er sich die Botschaft der Zuversicht von den Kanzeln. „Denn der Weihnachtsengel verkündete ,große Freude‘, nicht große Probleme.“