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Sudan
12. Mai 2017

Zwei inhaftierte Christen sind wieder frei

v. l.: Der vom Islam zum Christentum übergetretene Menschenrechtler Abdelmoneim Abdelmoula und Pastor Hassan Abdelrahim Kodi. Foto: World Watch Monitor
v. l.: Der vom Islam zum Christentum übergetretene Menschenrechtler Abdelmoneim Abdelmoula und Pastor Hassan Abdelrahim Kodi. Foto: World Watch Monitor

Khartum (idea) – Zwei im Sudan zu zwölf Jahren Haft verurteilte Christen sind wieder frei. Pastor Hassan Abdelrahim Kodi und der vom Islam zum Christentum übergetretene Menschenrechtler Abdelmoneim Abdelmoula wurden vom Präsidenten des Landes, Omar al-Baschir, begnadigt. Ein Gericht hatte die beiden wegen angeblicher Hilfeleistung bei staatsfeindlichen Aktivitäten, der Verbreitung falscher Nachrichten und Diffamierung des Staates in der sudanesischen Hauptstadt Khartum für schuldig befunden. Gemeinsam mit zwei weiteren Christen waren sie im Dezember 2015 verhaftet worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea benannten sie daraufhin als „Gefangene des Monats Dezember 2016“ und riefen zu ihrer Unterstützung auf. Einer der Mitgefangenen, Pastor Kuwa Shemaal, war nach einer Anhörung am 2. Januar 2017 wegen fehlender Beweise freigelassen worden. Der zu 20 Jahren verurteilte tschechische Missionar und Filmemacher Petr Jasek kam im Februar nach der Begnadigung durch den Präsidenten wieder frei. Er hatte versucht, einen Film über die Christenverfolgung im Sudan zu drehen. Die Schuldsprüche hatten weltweit für Aufsehen gesorgt. Im März hatte der EU-Sonderbeauftragte für Religionsfreiheit, Jan Figel, bei einem Besuch des Landes gefordert, die Präsidentenbegnadigung auch auf die beiden noch inhaftierten Männer auszudehnen. 97 Prozent der rund 35 Millionen Einwohner des Sudan sind Muslime. Der Anteil der Christen liegt bei 1,5 Prozent.

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