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Hüppe
31. Dezember 2018

Spätabtreibungen: Die „Todesspritze ins Herz“

Der frühere Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, während einer Rede vor dem Bundestag. Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde
Der frühere Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, während einer Rede vor dem Bundestag. Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde

Unna (idea) – „Wer behauptet, niemand würde eine Spätabtreibung machen, sagt die Unwahrheit.“ Diese Ansicht vertritt der frühere Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe (CDU), in einem Gastbeitrag für das katholische Nachrichtenportal kath.net. Allein 2017 seien rund 650 ungeborene Kinder nach der 24. Schwangerschaftswoche auf Kosten der Krankenkassen abgetrieben worden. Vielleicht seien davon „einige wenige“ Abtreibungen medizinisch indiziert gewesen, „meistens dürfte es sich aber um Ungeborene mit Behinderungen handeln, so wie einst Tim aus Oldenburg, der seine Abtreibung überlebte“. Dem behinderten Jungen war 1997 nach der Geburt neun Stunden lang medizinische Hilfe verweigert worden, damit er sterben sollte. Tim ist heute 21 Jahre alt. Hüppe: „Um das zu verhindern, wird den ungeborenen Kindern bereits im Mutterleib eine Todesspritze ins Herz gestoßen, damit sie nicht lebend aus dem Mutterleib kommen.“

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Kritik an Jusos: „Ich habe selten eine so eiskalte Rede gehört“

Hüppe äußert sich im Zusammenhang mit dem Beschluss der Jusos – der SPD-Jugendorganisation – von Anfang Dezember, die Abtreibung ohne Frist freizugeben und auch die Werbung dafür zuzulassen. Er habe sich einige Reden auf der Juso-Bundeskonferenz zu dem Thema auf YouTube angesehen. Es hätten auch zwei Frauen gesprochen, die Probleme mit dem Antrag gehabt hätten, weil die ungeborenen Kinder im späteren Verlauf der Schwangerschaft schon lebensfähig seien. Danach habe die Delegierte Sabrina Simmons (Berlin) die Skrupel der beiden „unter dem Gejohle und Beifall des Kongresses“ niedergemacht und die Frauen als „dumm“ bezeichnet. Hüppe: „Ich habe selten eine aus meiner Sicht so menschenverachtende und eiskalte Rede gehört.“ Es zeige aber, dass diejenigen, die für die Abschaffung des Werbeverbotes für Abtreibungen seien, „etwas ganz anderes wollen“. Hüppe war langjähriger Bundestagsabgeordneter und ist stellvertretender Vorsitzender der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL).

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