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Iran: Pastor erneut verhaftet
23. Juli 2018

Pastor Nadarkhani verhaftet und verschleppt

Der iranische Pastor Nadarkhani wurde erneut verhaftet. Foto: IGFM
Der iranische Pastor Nadarkhani wurde erneut verhaftet. Foto: IGFM

Frankfurt am Main (idea) - Nach Auffassung von IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin fehlt für die Verhaftung von Pastor Nadarkhani eine rechtliche Grundlage. Youcef Nadarkhani und drei weitere christliche Gemeindeleiter waren im Juni 2017 zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil der Berufungsverhandlung vom 13. Dezember 2017 steht jedoch noch aus. Hintergrund für die Verfolgung Nadarkhanis und der übrigen Christen ist deren erfolgreiche Gemeindearbeit. Nadarkhani, seine drei Leidensgefährten und die Masse ihrer Gemeindemitglieder sind ehemalige Muslime, die Christen geworden sind.

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Verfolgung christlicher Konvertiten

Die IGFM unterstreicht, dass Pastor Nadarkhani lediglich von seinem Recht auf Religionsfreiheit Gebrauch gemacht und als Pastor gearbeitet hat. Der Iran ignoriert dieses und andere Menschenrechte, obwohl er sich in völkerrechtlich bindenden Verträgen selbst dazu verpflichtet hat, diese Rechte zu gewährleisten. Für das Verlassen des Islams und Mission unter Muslimen kann im Iran nach dem Islamischen Recht die Todesstrafe vollstreckt werden, während gleichzeitig islamische Mission stark gefördert wird.

International bekannt

Pastor Youcef Nadarkhani ist international bekannt geworden, nachdem ihn ein islamisches Revolutionsgericht im Jahr 2010 ganz offen wegen "Abfall vom Islam" zum Tode durch den Strang verurteilte. In der Regel verschleiern die Behörden der Islamischen Republik die eigentlichen Gründe und fällen Urteile wegen angeblicher Gefährdung der "nationalen Sicherheit". "Alleine die hohe internationale Aufmerksamkeit hat Pastor Nadarkhani damals das Leben gerettet und zu seiner Freilassung im Jahr 2012 geführt.

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