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Pakistan
17. November 2017

3.000 Muslime fordern die Hinrichtung der Christin Asia Bibi

Die Katholikin Asia Bibi ist die erste Frau Pakistans, die aufgrund des Blasphemiegesetzes zum Tode durch den Strang verurteilt wurde. Foto: Asianews
Die Katholikin Asia Bibi ist die erste Frau Pakistans, die aufgrund des Blasphemiegesetzes zum Tode durch den Strang verurteilt wurde. Foto: Asianews

Islamabad (idea) – Mehr als 3.000 muslimische Demonstranten haben in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erneut die Hinrichtung der Katholikin Asia Bibi (Multan) gefordert. Sie war 2010 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden, weil die Mutter von fünf Kindern als „Ungläubige“ durch Berührung eines Gefäßes das Wasser für muslimische Feldarbeiterinnen unrein gemacht haben soll. Seit das Oberste Gericht Pakistans im Juli 2015 eine Berufung gegen das Urteil zuließ, wird der Prozess immer wieder vertagt. Laut dem christlichen Anwalt Sardar Mushtaq Gill kommt es immer wieder zu öffentlichen Protesten, bei denen Muslime die Vollstreckung des Urteils fordern: „Islamischer Fundamentalismus ist in der Öffentlichkeit zunehmend präsent.“ Bibi ist die erste Frau, die aufgrund des aus den achtziger Jahren stammenden Blasphemiegesetzes zum Tode durch den Strang verurteilt wurde. Von den 174 Millionen Einwohnern Pakistans sind etwa 95 Prozent Muslime, zwei Prozent Christen sowie zwei Prozent Hindus.

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