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CSI- Mahnwache - ein stilles Zeichen
23. Dezember 2020

Mahnwachen für Glaubensverfolgte

Die CSI-Mahnwache wurde in über 30 Schwiezer Orten ausgetragen. Foto: CSI
Die CSI-Mahnwache wurde in über 30 Schwiezer Orten ausgetragen. Foto: CSI

(idea) - Zum neunten Mal fanden landesweit von CSI organisierte Mahnwachen für Glaubensverfolgte statt. In über 30 Ortschaften trafen sich Menschen, um in der Vorweihnachtszeit ein sichtbares Zeichen für verfolgte Christen und andere Minderheiten zu setzen. Wegen der Corona-Pandemie wurden die einzelnen Mahnwachen in kleinen Gruppen durchgeführt. Grössere, öffentliche Kundgebungen wurden abgesagt.

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Stellvertretend trafen sich im erlaubten Rahmen einige engagierte Freiwillige. Während einer halben Stunde machten sie still auf die Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten aufmerksam. Auf Umhänge-Plakaten forderten sie unter anderem "Schutz für Christen in Nigeria" oder "Religionsfreiheit im Irak". Andere Teilnehmende gaben ihrer Hoffnung auf Frieden in Syrien zum Ausdruck oder forderten Sicherheit für die Christen in Berg-Karabach. Vorbeigehende Passanten warfen einen interessierten Blick auf die kleine und stille Kundgebung.

CSI-Geschäftsführer John Eibner erinnerte daran, wie wichtig es ist, gerade in diesen herausfordernden Zeiten für Glaubensverfolgte einzustehen: "In vielen Ländern hat die Ausgrenzung von Christen und anderen religiösen Minderheiten durch die Corona-Pandemie noch zugenommen. Religiös motivierte Intoleranz und die daraus resultierende Gewalt nehmen in der ganzen Welt in alarmierendem Masse zu. Ich danke allen Freiwilligen in der Schweiz, die unter diesen erschwerten Bedingungen die Mahnwache organisiert haben. Sie haben damit ein klares Zeichen für die Religionsfreiheit gesetzt."

Weltweit werden Millionen von Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt. Immer wieder werden sie Opfer von Diskriminierungen und Schikanen, aber auch von schweren Übergriffen. Christian Solidarity International (Binz) ist eine überkonfessionelle Menschenrechtsorganisation für Religionsfreiheit und Menschenwürde. Sie setzt sich vor allem für verfolgte Christen ein und unterstützt Projekte in verschiedenen Ländern, darunter in Syrien, Irak, Ägypten, Nigeria, Pakistan und Indien.