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Mindestens 370 Tote
21. August 2018

Indien: Christliche Organisationen helfen nach Jahrhundertflut

Mehr als 800.000 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Foto: picture-alliance/Xinhua News Agency
Mehr als 800.000 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Foto: picture-alliance/Xinhua News Agency

Neu-Delhi (idea) – Mehrere christliche Hilfswerke aus Deutschland beteiligen sich an der Nothilfe nach der Jahrhundertflut im südindischen Bundesstaat Kerala. Lang anhaltende Monsunregenfälle hatten schwere Überflutungen in einem Großteil der Region ausgelöst. Dabei starben mindestens 370 Menschen. Mehr als 800.000 Menschen befinden sich in Notunterkünften. Die Regierung in Neu-Delhi spricht vom schlimmsten Hochwasser seit einem Jahrhundert und rief den Notstand aus. Zahlreiche Ortschaften haben keinen Strom oder Trinkwasser. Das christliche Hilfswerk humedica (Kaufbeuren) hat ein Einsatzteam in das betroffene Gebiet entsandt. Es soll am 24. August das Dorf Vandiperiyar im nördlichen Distrikt Idukki erreichen. Hier hätten etwa 2.000 Menschen Zuflucht in einer Schule gesucht. Wie der Vorstandsvorsitzende von Humedica India, Louis Kern, mitteilte, kam direkt von dort eine Hilfsanfrage.

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Hilfs- und Missionswerke unterstützen Partnerorganisationen vor Ort

Die evangelikale Inter-Mission (Hannover) beteiligt sich bereits an der Nothilfe. Wie ihr Geschäftsführer Matthias Mohr gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, unterstützt das Missionswerk die örtliche Partnerorganisation „New India Evangelistic Association“, die erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet habe. Zunächst würden etwa 1.000 betroffene Familien mit Hilfspaketen versorgt. Weitere Maßnahmen folgten später. Hilfe leistet auch das christliche Werk „Geschenke der Hoffnung“. Nach Angaben seines Geschäftsführenden Vorstands, Bernd Gülker (Berlin), ist die örtliche Partnerorganisation „Good Shepherd“ (Guter Hirte) selbst betroffen. Viele ihrer Gemeinden und Schulen seien überflutet. Man werde mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten helfen. Viele der selbst betroffenen Gemeindemitglieder möchten ihren Nachbarn helfen, so Gülker. Das wolle „Geschenke der Hoffnung“ unterstützen. Das Hilfswerk „Hilfe für Brüder“ prüft derzeit, in welchem Umfang Hilfe in Kerala geleistet werden kann. Seine Öffentlichkeitsreferentin, Hannah Nonnenmann (Stuttgart), sagte idea, man sei derzeit noch im Gespräch mit lokalen Partnern. Das katholische Hilfswerk Caritas international (Freiburg) hat nach eigenen Angaben 200.000 Euro zur Verfügung gestellt. Sie werden von lokalen Mitarbeitern dafür verwendet, um 10.000 Menschen unter anderem mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu versorgen.

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