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Gewissensfrage
14. Februar 2017

ideaSpektrum startet eine Petition gegen massenhafte Abtreibungen

Viele Frauen entscheiden sich gegen ein Kind. Foto: pixabay.com
Viele Frauen entscheiden sich gegen ein Kind. Foto: pixabay.com

Wetzlar (idea) – Jedes Jahr werden über 100.000 Kinder im Mutterleib getötet – obwohl eine Abtreibung rechtswidrig ist und gemäß dem Bundesverfassungsgericht „für die ganze Dauer der Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen werden“ muss. Diese Tatsache sei jedoch kaum noch bekannt oder werde nicht ernst genommen, schreibt das evangelische Wochenmagazin ideaSpektrum (Wetzlar). Die Publikation der Evangelischen Nachrichtenagentur idea hat deshalb eine Online-Petition (www.aufruf-lebensrecht.de) gestartet. Wie es darin heißt, hat der Embryo im Mutterleib ein von der Mutter unabhängiges Recht auf Leben. Mit der Petition werden die Abgeordneten des Deutschen Bundestages aufgefordert, dafür zu sorgen, dass gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts das Leben ungeborener Kinder wieder umfassend geschützt wird. Chefärzte müssten das Recht haben, zu bestimmen, dass in ihrer gynäkologischen Abteilung keine Abtreibungen vorgenommen werden. Der Bundestag solle wirksame Maßnahmen ergreifen, damit die weiterhin hohen Abtreibungszahlen drastisch und dauerhaft sinken. Denn jedes ungeborene Kind sei ein unverwechselbares Geschöpf Gottes und habe ein Recht auf Leben.

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Heftiger Abtreibungsstreit in Dannenberg

Anlass für die Petition ist der Fall in einem norddeutschen Krankenhaus. Der neue Chefarzt, Thomas Börner, hatte entschieden, dass in seiner gynäkologischen Abteilung in der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik im niedersächsischen Dannenberg keine Abtreibungen (außer aus medizinischen Gründen) mehr vorgenommen werden – auch nicht von anderen Ärzten. Das Verbot stieß in Medien, bei Verbänden wie „Pro Familia“ und der Politik auf Kritik. Der NDR und „Pro Familia“ sprachen in einem Bericht von einem „Recht auf Abtreibung“. Die niedersächsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) drohte gar mit Geldentzug: Man könne die „Sicherstellung von Schwangerschaftsabbrüchen“ als ein Qualitätskriterium für eine Förderung definieren. Auch die Leitung des schwedischen Konzerns, zu dem die Klinik gehört, lehnte die Forderung Börners ab. Deswegen wird er die Klinik verlassen.

Wenn Sie sich für unser Anliegen einsetzen möchten, unterzeichnen Sie die Petition hier.

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