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Gerüchte zurückgewiesen
09. September 2020

Der „Marsch für das Leben“ bleibt eine „reine Pro-Life-Demonstration“

Am Marsch für das Leben nahmen 8.000 Menschen teil. Foto: idea/Ryll
Am Marsch für das Leben nahmen 8.000 Menschen teil. Foto: idea/Ryll

Berlin (idea) – Der „Marsch für das Leben“ am 19. September in Berlin bleibt eine „reine Pro-Life-Demonstration“. Gerüchte und Behauptungen, es gebe eine Zusammenarbeit mit Veranstaltern von „Anti-Corona-Demonstrationen“, hat die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Alexandra Maria Linder (Weuspert/Sauerland), am 8. September gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zurückgewiesen. Der Bundesverband Lebensrecht ist Veranstalter des Marsches.

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Wie Linder sagte, sind im Kurznachrichtendienst Twitter anonym entsprechende Behauptungen aufgetaucht, die vom Bayerischen Rundfunk aufgegriffen worden seien, der offizielle Anfragen an zahlreiche römisch-katholische Bistümer gestellt habe. Daraufhin seien besorgte Anfragen in der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Lebensrecht in Berlin eingegangen.

Nur mit Mund-Nasen-Bedeckung mitmarschieren

In einer Presseerklärung stellt Linder darüber hinaus klar: „Als Dachverband der größten und wichtigsten Lebensrechtsvereine in Deutschland ist es unser Anliegen, die Themen des Lebensrechts im politischen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und öffentlichen Raum zu vertreten – überparteilich, überkonfessionell und unabhängig.“ Deshalb werde man selbstverständlich die behördlichen Auflagen für öffentliche Veranstaltungen in Berlin beachten.

Dies gelte auch für das Hygienekonzept, das eine Mund-Nasen-Bedeckung und einen Mindestabstand der Teilnehmer erfordere. „Für alle Fälle werden wir ‚Ich bin Mensch’-Schlauchschals vorrätig haben“, so Linder. Beim Marsch selbst seien wie in den Vorjahren nur Materialen des Bundesverbandes Lebensrecht und seiner Mitgliedsvereine zugelassen.

Weniger Teilnehmer als 2019 erwartet

Im vergangenen Jahr zählte der „Marsch für das Leben“ nach Angaben des Veranstalters rund 8.000 Teilnehmer. Für dieses Jahr rechne man mit einer deutlich geringeren Zahl, so Linder. Im Blick auf die Corona-Pandemie sei es jedoch wichtig, dass die Veranstaltung überhaupt stattfinde. Bisher seien rund 1.000 Anmeldungen eingegangen. Aber täglich würden es mehr.