Mittwoch • 14. November
Markus Baumgartner
16. Oktober 2018

Positive Schlagzeilen machen

Markus Baumgartner will mit seinem neuen Buch zu positiver christlicher Kommunikation inspirieren. Foto: idea/rh
Markus Baumgartner will mit seinem neuen Buch zu positiver christlicher Kommunikation inspirieren. Foto: idea/rh

Wie werden Kirchen, vor allem Freikirchen, von den Schweizer Medien abgebildet und in der Gesellschaft wahrgenommen? Dazu gibt es jetzt repräsentative Daten, vorgestellt im Praxisbuch „So machen Kirchen Schlagzeilen“. Beim Thema Kommunikation der christlichen Botschaft kommt Buch-Herausgeber und PR-Profi Markus Baumgartner in Fahrt. Ihn ärgert es, dass Freikirchen vor allem mit Anti-Positionen statt mit guten Nachrichten wahrgenommen werden. Statt dass die Kernbotschaften des Evangeliums gestützt werden, sieht Baumgartner vor allem in den nationalen Medien eine Dominanz der Anti-Botschaften. Christliche Protestaktionen helfen aus seiner Sicht oft eher der Gegenseite zu mehr Publizität.

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Liebe hinterlässt Spuren

Selber besucht er seit über 40 Jahren eine Freikirche und er trägt seit 10 Jahren mit seinem „Dienstagsmail“ zur Verbreitung positiver Nachrichten bei. Wie Baumgartner im Interview mit dem Wochenmagazin ideaSpektrum sagte, sollten Freikirchen durch Liebe statt durch moralische Ansprüche bekannt werden. „Jesus ist als Menschenfreund gekommen. Er hatte keinen moralischen Anspruch, sondern lebte als Vorbild und hinterfragte die Menschen mit Gleichnissen.“

Zahlenmässig besuchen mehr Menschen am Wochenende einen Kirchenanlass als einen Sportanlass. Dass bei rund 250 000 freikirchlichen Christinnen und Christen doch 40 Prozent der vom GfS befragten Schweizerinnen und Schweizer zum Stichwort „Freikirchen“ spontan keine Organisation einfiel, gibt Baumgartner zu denken: „Wenn bekannt wäre, dass die Nachfolger von Jesus herzliche Menschen sind, bei denen es angenehm ist, wo es nach Freiheit riecht, wo man einfach kommen kann, wo einem geholfen wird – dann wäre dies hierzulande bekannt und das Image der Freikirchen wäre komplett anders.“ Wer in der Informationsdichte von heute wahrgenommen werden wolle, müsse auch für die Kommunikation mehr einsetzen, mehr in öffentlichkeitswirksame Auftritte investieren. Für ein Beispiel, dass wir echte Gemeinschaft leben, die weitergehe als ein Treffen am Sonntag, denkt Baumgartner spontan an die GvC in Winterthur, die um den Gottesdienstsaal herum ein integratives Arbeits- und Wohnprojekt realisiert.

Lesen Sie das Interview mit Markus Baumgartner und weitere Informationen zu seinem Buch „So machen Kirchen Schlagzeilen“ im Wochenmagazin ideaSpektrum 42-18.

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