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Für einmal selbst Talkgast
08. Oktober 2019

Josuran: „Bin endlos neugierig“

Diesmal geht es um den Moderator selber: TV-Redaktor Matthias Hauser, Ruedi Josuran. Foto: ERF Medien
Diesmal geht es um den Moderator selber: TV-Redaktor Matthias Hauser, Ruedi Josuran. Foto: ERF Medien

(idea/rh) - Seit zehn Jahren moderiert Ruedi Josuran (62) auf TV SRF die zweiwöchentliche Ausgabe der Sendung FENSTER ZUM SONNTAG - Talk. In seiner Sendung stellt er Menschen und ihre Geschichten ins Zentrum, schon 272 Mal. Josuran versteht es, mit Ruhe und Gefühl die Schicksale und Erlebnisse seiner Gäste ins Licht zu rücken. Die Jubiläumssendung vom 12. Oktober 2019 dreht den Spiess um: Für einmal geht es um die Geschichte des Moderators selber. Und die hat es in sich.

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Es begann mit einem Herzinfarkt

Nach einer erfolgreichen Karriere als Radioredaktor und -moderator bei Radio Zürisee, Radio 24 und zuletzt als Moderator der Sendung "Persönlich" auf DRS 1 wechselt Ruedi Josuran zum Fernsehen. Im Frühjahr 2009 startet er als Moderator der Sendung FENSTER ZUM SONNTAG - Talk. Es ist ein Start mit Schrecken: In den Sommerferien - noch vor der Ausstrahlung der ersten Sendung - erleidet er einen Herzinfarkt. Dank guter ärztlicher Begleitung und Therapie ist er wenige Wochen später wieder am Set. Bemerkenswert: Josuran muss trotzdem keine einzige Sendung ausfallen lassen.

Weiterreichende Auswirkungen hatte der Infarkt nicht. Dafür sei er dankbar, sagt Ruedi Josuran im Gespräch mit idea. Im Übrigen gehöre eine "gesunde Aufregung" einfach zur Arbeit vor der Kamera. "Ist man zu entspannt, dann wirkt das auf die Zuschauer eher desinteressiert", erklärt der Moderator.

Das Unerwartete berührt

Gibt es eine Sendung, die er lieber nie gemacht hätte? "Nein", sagt Ruedi Josuran, allerdings würde er "da und dort gewisse Aspekte anders angehen oder genauer nachfragen". Es seien die unerwarteten Momente in einem Gespräch, die ihm besonders ans Herz gingen, "wenn Menschen ihre Rolle ablegen", verrät Josuran. Als Beispiel erwähnt er den Talk mit Unternehmer und Nationalrat Ulrich Giezendanner. Dieser sei plötzlich sehr persönlich geworden, habe von schweren Erlebnissen erzählt und auch, wie er darüber mit Gott spreche. Ruedi Josuran: "Davon möchte ich mich berühren lassen und nicht einfach einen Job machen."

Motiviert für die nächsten Jahre

Der Talkmaster ist in diesem Jahr 62 geworden. Zeit, ans Aufhören zu denken? Josuran winkt ab. "Ich bin ein endlos neugieriger Mensch, arbeite in einem innovativen Medien-Unternehmen in einem engagierten Team. Was will ich mehr?" Sein Umfeld würde es ihm sagen, sollten seine Talks nur noch als peinlich empfunden werden. Er persönlich sei motiviert, noch einige Jahre weiterzumachen. Vielleicht auch deshalb, weil er von seinem jeweiligen Gegenüber immer auch Neues lernt?

Lebensmotto aufgeschnappt

Sogar sein Lebensmotto hat er bei einem Talk-Gast aufgeschnappt. Es ist ein Satz von Eckhart von Hirschhausen: "Unser Leben ist endlich - dann lebe endlich!" Daran wolle er sich halten, sagt Ruedi Josuran, "möglichst jeden Tag". 

FENSTER ZUM SONNTAG - Talk: "Ruedi Josuran: Roadtrip in seine Vergangenheit", Samstag, 12.10.2019, 16.40 Uhr TV SRF 1; Sonntag, 13.10.2019, 12.25 Uhr TV SRF 2; 17.45 Uhr TV SRF INFO

 

 

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