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Wechsel bei Campus für Christus
24. März 2020

Das letzte „Amen“ von Peter Höhn

Peter Höhn will mit seinen Texten sowohl Tiefe als auch Weite vermitteln. Bild: zvg
Peter Höhn will mit seinen Texten sowohl Tiefe als auch Weite vermitteln. Bild: zvg

Zürich (idea/dg) - 20 Jahren war Peter Höhn verantwortlich für die Zeitschrift „Amen“ von Campus für Christus. Jetzt übergab er diese Aufgabe an den Gesamtleiter Andreas „Boppi“ Boppart. idea stellte Peter Höhn vier Fragen.

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Wie erlebten Sie es, inmitten unzähliger Medien um die Aufmerksamkeit der Leserschaft bemüht zu sein, Peter Höhn?

Wichtig war immer, ein klares Selbstverständnis zu haben. Die Zeitschrift Amen soll die Werte sichtbar machen, für die Campus für Christus steht: Inspiration zu geisterfüllter Jesusnachfolge und mündigem Glauben, Motivation zu lernbereitem Miteinander im Leib Christi und zu kreativem Bezeugen des Evangeliums in dieser Welt. Seit je fokussieren wir uns auf authentische und persönlich-zeugnishafte Beiträge sowie auf das Ziel, dass unser Christsein sowohl an Tiefe als auch an Weite gewinnt. Mit dem klaren Profil und dank Multiplikation durch unsere Mitarbeitenden ist es trotz allgemeinem Rückgang der Printmedien bis heute gelungen, unsere Leserzahl zu halten.

Woher nahmen Sie die Inspiration für das Magazin Amen?

Amen ist als Themenzeitschrift konzipiert. Das erleichtert die Arbeit insofern, dass wir als Redaktionsteam „nur“ vier Themen pro Jahr aufbereiten. Die Wahl dieser Themen entsteht aus dem Brainstorming des Redaktionsteams – aus dem, was uns geistlich und weltlich bewegt und wovon wir empfinden, dass es in der Luft liegt. Dank der Vernetzung unserer Mitarbeitenden kommen dann auch die Ideen zusammen, aus welchen Blickwinkeln wir das Thema angehen wollen und welche Autoren und Interviewpartner sich dafür eignen.

Wie veränderten sich die Leserreaktionen in den 20 Jahren?

Vor allem die Lesegewohnheiten haben sich gewandelt. Verändert hat sich zusätzlich die geistliche Grosswetterlage, zum Beispiel, wie wir wirklich die Bibel verstehen sollen, können, dürfen, und worauf es bezüglich Christsein in unserer Zeit denn wirklich ankommt – inmitten all der Strömungen von Zeitgeist, Säkularismus und Synkretismus, von Postevangelikalismus, Konservativismus und Charismatismus. Ich empfinde, dass gerade in den Zeiten der aktuellen Umbrüche und Verunsicherungen viele Christen Gefahr laufen, in Sackgassen und auf Abwege ganz unterschiedlicher Prägung zu geraten. Andererseits bietet die Entwicklung viele Chancen, Dinge neu zu sehen und dadurch in unserem Glaubensleben Prioritäten neu zu ordnen. Gerade mit dem Magazin Amen möchten wir da auch in Zukunft hilfreiche Anstösse geben.

Bei welchem Ereignis in der Redaktion riefen Sie am lautesten „Amen“?

Das war vor gut fünf Jahren. Campus hatte mit Boppi einen neuen Leiter bekommen. Zusammen mit dem verjüngten Redaktionsteam sowie der neuen, hauseigenen Grafik war der Zeitpunkt gekommen, unserem Magazin ein aufgefrischtes Erscheinungsbild und einen neuen Namen zu verpassen. Aus Christliches Zeugnis wurde das kurz-kecke Amen – mit der gleichen inhaltlichen Ausrichtung, aber in grafisch topmodernem Design. Die Zusammenarbeit mit der jungen, motivierten Crew hat grosse Freude und „Amen“ ausgelöst.

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